1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Noch kein Urteil im Seniorenbus-Prozess

Noch kein Urteil im Seniorenbus-Prozess

Das Verwaltungsgericht Trier hat eine Entscheidung im Verfahren um den Seniorenbus der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach vertagt. Gegen den Bus-Service als Konkurrenzangebot hatte die Moselbahn Vertriebsgesellschaft geklagt. Ein Vergleichsangebot der Moselbahn lehnte der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Trier als Genehmigungsinstanz für die Kommune ab.

Traben-Trarbach/Trier. Das Verfahren um den Seniorenbus der VG Traben-Trarbach ist gestern vor dem Verwaltungsgericht Trier ohne Entscheidung ausgegangen. Die Moselbahn Vertriebsgesellschaft hatte gegen die Kommune geklagt, der Seniorenbus sei ein Konkurrenzangebot zu einzelnen Fahrten der Moselbahn. Das Urteil des Gerichts steht noch aus, da der LBM Trier als Genehmigungsinstanz für die Verbandsgemeinde Traben-Trarbach einen von der Moselbahn offerierten Vergleich abgelehnt hatte. So hatte die Moselbahn Vertriebsgesellschaft der VG angeboten, auf einen VRT-Sondertarif einzugehen, ohne eine Höhe des Preises anzugeben. Auch sollten einzelne Teilstrecken aus dem Fahrplan des Seniorenbusses gestrichen werden. Zudem war von der Kommune gefordert worden, einen Verkehrsleiter einzusetzen, der sich um die Fahrpläne kümmert. Diesen bot die Moselbahn an, der Kommune zu stellen - gegen Geld, heißt es auf TV-Anfrage von der VG Traben-Trarbach.
Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Trier hatte den Sonderlinienverkehr mit einem Seniorenbus der VG Traben-Trarbach zuvor genehmigt. Dagegen hatte die Moselbahn Vertriebsgesellschaft erfolglos Widerspruch eingelegt. Konkret geht es um die Strecke Traben-Trarbach - Enkirch - Burg. Als Konzessionär dieser Strecke habe laut Moselbahn-Betriebsleiter Knut Hofmeister die Moselbahn nicht nur die Pflicht, sondern auch das Recht, alleine ein Angebot bereitzustellen. Den Seniorenbus will die VG Traben-Trarbach betreiben und dafür 25 000 Euro in die Anschaffung eines neunsitzigen Fahrzeuges investieren. Der Fahrdienst für ältere und gehbehinderte Menschen soll alle Orte der Verbandsgemeinde - Burg, Enkirch, Starkenburg, Irmenach, Lötzbeuren, Kautenbach, Wolf und Traben-Trarbach - montags, dienstags, donnerstags und freitags anfahren. Die Verbandsgemeinde steht bereits mit dem Seniorenbus in den Startlöchern, alles sei bereits vorbereitet, heißt es aus Traben-Trarbach. Nur der Bus fehle noch, der erst nach einem positiven Urteil angeschafft wird.zad