Noch mehr Kugeln rollen

Boule-Fans dürfen sich freuen: Am Morbacher Sportplatz wird ein Turnierplatz gebaut, der allerdings bei Großveranstaltungen nach wie vor als Parkplatz genutzt werden kann.

Morbach. (urs) Kaum rollen auf dem einen Platz die Kugeln, trifft Morbach Vorbereitungen für den zweiten Boule-Platz. Die Ergänzung von Platz Nummer eins auf dem Gelände der Morbacher Energielandschaft ist allerdings kein Luxus. Denn der Platz in einer Halle des einst militärisch genutzten Konversionsgeländes ist in erster Linie für das Training während des Winters gedacht. Auf Platz Nummer zwei - oberhalb des Morbacher Sportplatzes - sollen hingegen Turniere ausgetragen werden. Sieben bis zehn davon will der in Gründung befindliche Boule-Verein dort laut Ortsvorsteher Hans Jung in naher Zukunft jährlich ausrichten. Abgesehen von diesen Plänen hat Jung dabei aber auch die seit knapp vier Jahrzehnten bestehende Partnerschaft mit dem französischen Pont-sur-Yonne im Blick. Das Besondere an dem neuen, 50 mal 30 Meter großen, Platz ist, dass er weiterhin als Parkplatz genutzt werden kann. Vom Arbeitsaufwand her werde das nicht so umfangreich, erklärt Jung. Die Grasnabe werde abgeschabt und dann komme Sand auf die Fläche. Für Großveranstaltungen sei es ja wichtig, dass die Parkfläche weiter zur Verfügung stehe. Die Kosten schätzt der Ortsvorsteher auf etwa 4000 Euro.Etwas teurer wird der komplette Außenanstrich der historischen Ölmühle ausfallen. Die damit beauftragte Morbacher Firma Hornberg wird für rund 8500 Euro allerdings nicht nur das Wohnhaus anstreichen, sondern auch Scheune und Stallungen sowie Türen und Scheunentor. Wegen der umfangreichen Arbeiten wird nicht der Ortsbezirk die Kosten übernehmen, sondern die Gemeinde Morbach. Schließlich ist das Anwesen, das mit großem ehrenamtlichen Engagement restauriert wurde, ein bedeutsames Vorzeigeobjekt der Kommune. Und der Mühlenverein, der ansonsten für den Unterhalt der Mühle verantwortlich zeichnet, wäre mit einem Vorhaben dieser Größenordnung schon überfordert, wie Jung einräumt.Ein weiteres zu begrüßendes Vorhaben ist, dass die Tage des Verkehrsprovisoriums in der Reitergasse gezählt sind. Die mobilen Teile, die derzeit auf Höhe der Ecke Neustraße-Reitergasse die Fahrbahn einengen, sollen einer entsprechend festen Variante weichen. Außerdem wird eine Geschwindigkeitsmessanlage dort aufgestellt.