Noch viel Luft nach oben

Das Lebensmotto des ehemaligen DFB-Präsidenten Egidius Braun, "Fußball ist mehr als 1:0", passt in ganz besonderer Weise auf den SV Morbach. Die nach ihm benannte Stiftung vergibt in jedem Jahr gemeinsam mit dem DFB einen Jugendförderpreis. Der dritte Preis ist ein Jugendtrainingslager im Westerwald.

Klaus Schmitz vom Verbandsjugendausschuss (rechts) überreichte die Urkunde zum dritten Jugendförderpreis an Jugendleiter Andreas Kneppel (Mitte) und Abteilungsleiter Christoph Müller. TV-Foto: Herbert Thormeyer

Morbach. (doth) Die Urkunde wurde bei der Weihnachtsfeier des Vereins vom Mitglied des Verbandsjugendausschusses, Klaus Schmitz, an Jugendleiter Andreas Kneppel und Abteilungsleiter Christoph Müller überreicht."Der Preis wird für die Jugendarbeit von Vereinen ausgeschrieben, die sich durch besondere Qualität auszeichnet", erklärte Schmitz die Entscheidung der Jury. Und da hat der SV Morbach einiges zu bieten. Turniere, Trainingslager, die SVM-Trophy und die Aktion "Star trifft Sternchen", bei der Aktiventrainer Arno Michels und seine Schützlinge mit den kleinen Nachwuchskickern trainieren, sprechen für sich. Natürlich kostet das alles zusätzliches Geld, solche Programme für die 120 jungen Spieler im Verein aufzulegen. Dafür wurde der "Club 100" gegründet. Hier spendet jedes Mitglied jährlich 100 Euro für die Jugendarbeit. 100 Mitglieder sollen es mal werden, etwa 30 sind es. "Da ist noch viel Luft nach oben", meinte Abteilungsleiter Christoph Müller. Die soziale Komponente wird auch bei den 16 Teilnehmern plus zwei Betreuern beim Jugendtrainingslager, das jetzt gewonnen wurde, eine wichtige Rolle spielen. Ganz nach dem Wunsch von Egidius Braun sollen mit dem Fußballsport gesunde, selbstbewusste und in jeder Hinsicht starke Menschen heranwachsen. Das gilt verstärkt auch für Mädchenmannschaften. Bürgermeister Gregor Eibes, ehemals selbst aktiver Spieler und Trainer, dazu: "Auch der Gemeinde liegt die Jugendarbeit dieses Vereins am Herzen." Es gehöre viel Motivation der Jugendlichen, der Trainer, der Betreuer und der Eltern zu solchen Erfolgen. Und dann kam noch die frohe Botschaft des Bürgermeisters für den Verein: "Kein Jugendlicher wird künftig Fußball mehr auf einem Hartplatz erlernen müssen."