1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Norbert Norbert Müller leitet DLR Mosel in Bernkastel-Kues

Weinbau : Ein neuer Chef für die 200 Mitarbeiter

Seit Monatsanfang leitet Norbert Müller das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Mosel in Bernkastel-Kues. Unbekannt ist das Terrain für ihn nicht. Er arbeitete dort schon vor dem Wechsel an die Spitze, in einer anderen wichtigen Position.

Der Übergang erfolgte nahtlos. Am letzten Novembertag ging Hubert Friedrich in Ruhestand, am 1. Dezember übernahm Norbert Müller die Leitung des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum (DLR) Mosel. Das ist nicht in allen Behörden so. Der reibungslose Wechsel zeugt wohl davon, dass diesem DLR in Rheinland-Pfalz eine besondere Bedeutung zukommt.

Schließlich finden sich unter seinem Dach das Steillagenzentrum Mosel und die gesamte landwirtschaftliche Förderabteilung für Rheinland-Pfalz. „Da geht es um Fördergelder von derzeit etwa 250 Millionen Euro pro Jahr“, macht Müller die Bedeutung klar.

In dieser Abteilung – und zwar in leitender Position im Prüfdienst der Agrarförderung – arbeitete er bisher. Vorher war der Diplom-Agrar­ingenieur in gleicher Position bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD). Als diese die Aufgaben an das neugeschaffene DLR übertrug, wechselte Müller mit. Vorher hatte er bereits bei Bundes- und Landesbehörden gewirkt.

Der nun erfolgte Wechsel auf den Chefsessel war logisch, denn der 53-Jährige war zuletzt auch Stellvertreter von Hubert Friedrich. Norbert Müllers Wiege stand in einem noch heute bestehenden landwirtschaftlichen Betrieb im Eifelort Dahlem. In seiner Heimatgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm lebt er auch immer noch und fährt jeden Tag nach Bernkastel-Kues und zurück.

Ehe nun die Frage auftaucht, warum ein eher von Ackerbau und Viehzucht geprägter Mensch eine Behörde übernimmt, die eine wichtige Funktion im Weinbau hat, hier die Antwort: Norbert Müller hat sich in seiner Examensarbeit mit der Zukunft des Weinbaus in der Moselgemeinde Burg beschäftigt. „Ich lebe auch den Weinbau“, sagt der dreifache Vater, der in seiner Freizeit gerne auf die Jagd geht.

Warum hat er sich auf die Stelle als DLR-Leiter beworben? „Ich steuere und verantworte gerne“, antwortet er. Müller sieht sich als Manager eines Betriebes. Er will die Digitalisierung innerhalb des Hauses vorantreiben. Sein erster Eindruck von den etwa 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern? „Sie sind gespannt und haben Anregungen.“ In einer Videokonferenz hat er vor einigen Tagen alle um sich geschart und mit ihnen über die Aufgaben der Zukunft geredet.

Die werden sich gegenüber dem Vorgänger nicht groß ändern: Der Klimawandel ist eine große Herausforderung und Aufgabe. Die Technisierung und Mechanisierung – vor allem im Weinbau – ist auch schon seit Jahren ein Thema. Der Pflanzenschutz erfordert auch viel Aufmerksamkeit und Sorgfalt. Das Projekt „Lebendige Moselvielfalt“, das auch touristisch von Bedeutung ist, bleibt ebenfalls im Fokus. Müller weiß viele Leute um sich, die Arbeit mit Leidenschaft um Landwirtschaft und Weinbau gleichsetzen.

Er wird in Zukunft viel öfter in der Öffentlichkeit stehen und zu hören sein als bisher. Der erste Eindruck nach einem sehr interessanten Gespräch: Norbert Müller hat dafür die besten Voraussetzungen.