Nur Nachteile fürs Hinterland?

Mal Hand aufs Herz! Zwar äußert man sich weder bei der Bahn noch in den Ministerien konkret zum geplanten Endbahnhof der reaktivierten Strecke. Doch der dürfte eher in Büchenbeuren als in Morbach zu suchen sein.

Um den Hahn so an das Rhein-Main-Gebiet anzuschließen, dass es für Passagiere auch interessant ist, muss eine Menge Geld in die Hand genommen werden. Von 100 Millionen Euro ist die Rede. Es wird ohnehin vermutet, dass nicht nur Terminschwierigkeiten daran schuld sind, dass die Beteiligten derzeit weder Ross noch Reiter nennen. Da dürfte auch das liebe Geld eine Rolle spielen. Dass noch Mittel übrig bleiben, damit am Hahn nicht Endstation ist und die Züge weiter nach Morbach fahren können, mag kaum jemand glauben. Es wäre bedauerlich, wenn die Kommunen "vorm Flughafen" dank Hahn und Bahn Entwicklungssprünge machen, während man im Hinterland vor allem die Nachteile zu spüren bekommt. Zum Beispiel den Fluglärm. Bleibt zu hoffen, dass zumindest die Schienen bleiben, damit vielleicht eines fernen Tages doch beispielsweise Ausflugsbahnen die Touristen vom Hahn zur Draisine bringen können. i.rosenschild@volksfreund.de