Oberstein wird fit für die Zukunft

Oberstein wird fit für die Zukunft

Beim auf zwölf Jahre angelegten Programm "Aktives Stadtzentrum Oberstein" soll die Innenstadt mit gezielten Entwicklungsprojekten fit für die Zukunft gemacht werden.

Idar-Oberstein. Fünf Schwerpunktzonen sind bei dem von Bund und Land geförderten Projekt zur Stadtentwicklung vorab gebildet worden: Schlossberg und Schlosspark, Fußgängerzone, das ehemalige Leysser-Firmengelände, die Austraße und der Bereich Nahe-Center/Bahnhofsvorplatz. Was dort im Detail geschehen soll, wollen die von der Stadt ins Boot geholten Experten gemeinsam mit möglichst vielen Bürgern diskutieren.

Startschuss am 22. Februar



Der offizielle Startschuss dafür wird am Dienstag, 22. Februar, um 19 Uhr in der Göttenbach-Aula gegeben. Bei diesem Termin sollen dann bereits Arbeitsgruppen gebildet werden, die nach einem straffen Zeitplan bestimmte Felder beackern (siehe Extra).

"Diese Beteiligung ist uns ganz wichtig", betonten Oberbürgermeister Bruno Zimmer sowie Geschäftsführerin Ingrid Schwarz von der WSW & Partner GmbH in Kaiserslautern und Stefan Lösch, Geschäftsführer der MAP Consult in Oppenheim, bei einer Pressekonferenz im Stadthaus. Es gehe allerdings nicht um eine nach dem Motto "Wünsch' Dir was" zusammengestellte Maßnahmenliste, sondern um aktive Mitwirkung. "Damit ist auch ein gewisser Anspruch verbunden", unterstreicht Lösch. Zumal die Arbeitskreise auch das bestehende Stadtleitbild fortschreiben sollen.

Durch etliche Gespräche und die Auswertung von früheren Gutachten und Studien haben die auswärtigen Fachleute bereits Eindrücke, Erkenntnisse und Daten gesammelt - und sich so ein Bild von den Problemen, aber auch dem Potenzial der Obersteiner Innenstadt gemacht. Die Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen sollen dann in konkrete Projekte münden, die voraussichtlich ab Juli Form und Gestalt annehmen sollen.

Bis Ende des Jahres soll das Paket mit dem Namen "Integriertes Entwicklungskonzept" geschnürt werden, das dann ab dem Jahr 2012 schrittweise abgearbeitet werden soll. "Dann wissen wir auch, um welche Summen es in etwa geht", erläutert Zimmer. Was im Einzelnen angepackt werden kann, hängt nämlich vor allem von den finanziellen Möglichkeiten ab - zunächst von denen des Landes.

Stadt zahlt Eigenanteil von 25 Prozent



"Wie ein Flaschenhals" wirkt laut Ingrid Schwarz dann aber die Haushaltssituation der Stadt. Ihre Herausforderung besteht darin, den bei jedem Vorhaben verlangten Eigenanteil in Höhe von 25 Prozent ohne Nettoneuverschuldung aufzubringen. 75 Prozent übernehmen Bund und Land. "Wir werden deshalb Prioritäten setzen und sehr flexibel agieren müssen", kündigt die Geschäftsführerin an. Bevor das Programm richtig angelaufen ist, wurde bereits ein erstes Projekt verwirklicht: Die Treppe von der Felsenkirchstraße zur Genossenschaftsstraße war der Auftakt im Programm "Aktives Stadtzentrum Oberstein". Der Oberbürgermeister und die Vertreter der beiden Fachbüros hoffen auch auf private Initiativen: "Investoren sind natürlich willkommen", sagte der OB. Maßnahmen könnten auch miteinander kombiniert werden. "Das alles ist ein dynamischer Prozess, bei dem sich im besten Fall verschiedene Netzwerke bilden." EXTRA

Fünf Arbeitskreise sollen zum Erfolg des Programms "Aktives Stadtzentrum Oberstein" beitragen. Ihre Themenschwerpunkte sind: Wohnen und Leben in der Innenstadt; Verkehr, Mobilität, Erreichbarkeit, Parken; Stadtgestalt, Ambiente, Grün- und Freiflächen; Gewerbe, Einzelhandel, Gastronomie, Dienstleistungen; Kultur, Freizeit, Tourismus, öffentliche Einrichtungen. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung am Dienstag, 22. Februar, in der Göttenbach-Aula können sich Interessierte für einen oder mehrere Arbeitskreise anmelden. Wer an diesem Abend verhindert ist, kann sich auch vorab oder danach unter Telefon 06781/646 30 oder 646 40 anmelden. Die Arbeitskreise tagen im Wechsel ab 14. März immer montags um 18 oder 20 Uhr. Bis 11. April sind so für jede Gruppe zunächst zwei Termine vorgesehen.

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