Oberstes Gericht: Haftstrafe bleibt

Oberstes Gericht: Haftstrafe bleibt

Zu Haftstrafen zwischen zweieinhalb und viereinhalb Jahren hatte das Landgericht Trier Ende September drei Männer verurteilt, die in Bernkastel-Kues und Umgebung rund 30 Einbrüche begangen haben. Zwei der Angeklagten hatten Revision eingelegt. Der Bundesgerichtshof hat diese jetzt als unbegründet verworfen. Das Urteil ist somit rechtskräftig.

Bernkastel-Kues. Es bleibt dabei: Drei Männer, zur Tatzeit 24, 25 und 34 Jahre alt, müssen ihre Strafen im Gefängnis absitzen. Der Bundesgerichtshof hat die Revision der zwei jüngeren Angeklagten als unbegründet verworfen. Deren Verteidiger hatten auf eine Bewährungsstrafe plädiert. Die beiden jüngeren hatten ebenso wie der 34-jährige Hauptangeklagte die Taten gestanden.
Das Trio ist für eine beispiellose Einbruchserie, begangen zwischen Juni 2011 und Januar 2012 in und um Bernkastel-Kues, verantwortlich. Sie hatten dabei Bargeld und Wertgegenstände im Wert von 50 000 Euro gestohlen und außerdem Sachschaden in einem fünfstelligen Betrag verursacht (der TV berichtete).
Der 34-Jährige erhielt eine viereinhalbjährige Freiheitsstrafe ohne Bewährung. Die beiden jüngeren Angeklagten, die auf eine mildere Strafe gehofft hatten, müssen für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis. Zu zweit oder zu dritt hatte sie innerhalb von sieben Monaten rund 30 Einbrüche begangen - vornehmlich in Firmengebäuden im Kueser Gewerbegebiet. Aber auch eine Schule, eine Arztpraxis, Räume eines gemeinnützigen Vereins und eine kirchliche Einrichtung verschonten sie nicht (der TV berichtete).
Das Gericht hatte sich unter anderem mit der Frage zu beschäftigen, ob zwei der Angeklagten aufgrund ihrer Spielsucht vermindert schuldfähig waren. Eine Psychiaterin kam zu dem Ergebnis, dass bei beiden zwar eine Spielsucht vorliege, diese aber nicht zu einem Kontrollverlust geführt habe. Die Taten waren geplant, stets hatten die Täter Einbruchswerkzeuge dabei.
Der 25-Jährige war bis zu der Einbruchserie ein noch unbeschriebenes Blatt. Sein Rechtsanwalt hatte eine Bewährungsstrafe beantragt. Das Gericht sah dafür aber keinen hinreichenden Grund, denn der junge Mann hatte die mit Abstand meisten Straftaten begangen.