ÖDP-Fraktion unterstützt Kritik des Stadtbürgermeisters

ÖDP-Fraktion unterstützt Kritik des Stadtbürgermeisters

Der Rechnungsprüfungsausschuss der Stadt Bernkastel-Kues will die Jahresrechnung 2010 nicht mehr allein unter die Lupe nehmen. Dies sei wegen des neuen Buchungssystems Doppik und wegen der gestiegenen Anforderungen zu schwierig und aufwendig.

Stadtbürgermeister Wolfgang Port hatte in der Stadtratssitzung gesagt: "Die doppische Buchführung bringt überhaupt keine Vorteile, hat uns schon sehr viel Geld gekostet und ist für den Normalbürger kaum verständlich" (der TV berichtete).
Heide Weidemann und Johannes Schneider, Mitglieder der ÖDP-Fraktion im Verbandsgemeinderat Bernkastel-Kues, äußern Verständnis, fragen sich aber, warum sich die Kommunen, der Städte- und Gemeindebund sowie der Landkreistag die Einführung der doppischen Buchführung seinerzeit haben gefallen lassen.
Nicht einmal das Land selbst habe die Doppik für sich selbst eingeführt. Zitat: "Andere mit Zumutungen belasten, denen man sich selbst keineswegs unterwerfen will? Wir haben damals im Verbandsgemeinderat und im Kreistag vehement dafür plädiert, dass alle Kommunen im Verein mit ihren Spitzenverbänden sich schlicht weigern sollten, das mitzumachen." Eine kostenaufwendige Vermögensbewertung von Kreisstraßen, Schulen und anderen kommunalen Immobilien bringe nichts. Man könne sie ja nicht einfach verkaufen. sim

Mehr von Volksfreund