Öffentliche Gebäude in der Verbandsgemeinde Thalfang weiter ohne Bio-Erdgas

Infrastruktur : Öffentliche Gebäude weiter ohne Bio-Erdgas

Der Rat der Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf hat in seiner jüngsten Sitzung über die künftige Lieferung von Erdgas diskutiert. Zahlreiche kommunale Gebäude wie das Erholungs- und Gesundheitszentrum, das Schulzentrum, das Rathaus, das Betriebsgebäude der Werke sowie das Gerätehaus der Feuerwehr werden mit Erdgas geheizt.

Die derzeitige Belieferung ist im Rahmen einer Bündelausschreibung erfolgt, deren Laufzeit zum 31. Dezember 2019 endet. Doch soll bei einer neuen Ausschreibung für die Jahre 2020 bis 2022 ein Anteil von zehn Prozent Biogas beigemischt werden?

Derzeit betragen die jährlichen Kosten 71 000 Euro für das Erdgas. Kommen Anteile an Biogas hinzu, ist mit Mehrkosten von 5000 Euro zu rechnen, heißt es in der Sitzungsvorlage. Werner Breit von der FDP ist dagegen. Nach seiner Kenntnis werden die Biogas-Anlagen mit Mais gefüttert, so dass der Ökogedanke nicht im Vordergrund steht. Detlef Jochem von den Sozialdemokraten sagt, ohne dass die Kommunen mit gutem Beispiel voranggehe, sei die Energiewende schlecht umzusetzen.

Winfried Welter von der CDU würde die Mehrkosten gerne zahlen, „wenn wir das Geld dafür hätten“. Auch Stefan Müller von der Neuen Liste verweist auf die Mehrkosten. „5000 Euro sind 5000 Euro“, sagt er. Letztendlich haben lediglich sieben Ratsmitglieder dafür votiert, künftig Erdgas mit zehn Prozent Bio-Erdgasanteil zu beziehen. Elf haben dagegen votiert.

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