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Öl im Dianabad: Belohnung ausgesetzt

Öl im Dianabad: Belohnung ausgesetzt

Nach der vorsätzlichen Verschmutzung des Bad Bertricher Diana-Freibads hat der Tourismuschef des Kurorts jetzt eine Belohnung von 3500 Euro auf die Ergreifung des oder der Täter ausgesetzt.

Bad Bertrich. Der Schwimm badbetrieb im Diana-Freibad in Bad Bertrich läuft seit Samstag wieder. Nicht vergessen ist jedoch, dass Unbekannte eine Woche zuvor ölige Flüssigkeit in das Schwimmbecken gekippt haben.
"Vandalismus ist kein Kavaliersdelikt", sagt der Geschäftsführer der Touristik-Agentur Bad Bertrich, Michael Siebert. Außer Einnahmeausfällen - das Freibad musste eine Woche lang geschlossen werden - kommen auch Kosten für die Reinigung der Schwimmbadtechnik und die Wasseranalysen auf den Bad betreiber zu. Nicht zu reden von der Enttäuschung der Badegäste, die vor verschlossenen Türen standen, und dem Imageschaden, den der Kurort Bad Bertrich durch diesen Vorfall davongetragen hat.
"Das können wir nicht kommentarlos stehen lassen", findet Siebert und hat deshalb die Initiative ergriffen. Bei der Gemeinde, dem Gewerbeverein, den Kliniken und den Beherbergungsbetrieben in Bad Bertrich hat er Spenden gesammelt, um Geld für die Ergreifung der Täter auszusetzen. 3500 Euro sind zusammengekommen.
Das Wasser ist einwandfrei


"Ich hätte das Geld gern anderweitig verwendet, aber wir wollen die Täter zur Rechenschaft ziehen", sagt Siebert.
Wie der Touristik-Chef hofft auch die Polizei, den Tätern mithilfe der ausgesetzten Belohnung auf die Spur zu kommen. Bislang sind keinerlei Hinweise eingegangen, die zur Aufklärung des Falls beitragen. Auf dem schwarzen 5-Liter-Kanister, den der Schwimmmeister am frühen Sonntagmorgen auf dem Wasser entdeckte, konnte die Polizei keine Fingerabdrücke feststellen. Geklärt werden muss auch noch, um welche Art Öl es sich genau handelte.
Nach einer eingehenden Untersuchung der Wasserqualität hat das Gesundheitsamt Cochem-Zell das Diana-Freibad zum vergangenen Wochenende wieder für den Betrieb freigegeben. "Das Wasser ist einwandfrei", erläutert der Büroleiter der Verbandsgemeindeverwaltung, Michael Schneider, das Ergebnis der Analyse. Unter anderem weil Schwimmmeister Dieter Glöckner sofort nach der Entdeckung des Ölfilms auf dem Wasser die Umwälzung des Schwimmbeckens abgestellt hatte, ist kein noch größerer Schaden entstanden. "Trotzdem müssen wir für die Beseitigung des Öls hohe Beträge aufwenden", sagt Siebert, "dieses Geld könnten wir sinnvoller einsetzen."
Hinweise zur Tat an die Polizei Zell unter der Telefonnummer 06542/986 70. hoc