Offenes Konzept — auch für die Kleinsten

Offenes Konzept — auch für die Kleinsten

Maring-Noviand hat schon früh die Bedürfnisse junger Familien im Auge gehabt. Jüngstes Beispiel ist die Nestgruppe für Zweijährige in der Kindertagesstätte. Parallel dazu setzt die Gemeinde, die dem Ausufern von Weinbergsbrachen Einhalt gebieten will, auf Dorferneuerung.

Maring-Noviand. (urs) In den vergangenen Monaten hat sich einiges getan in Maring-Noviand. Doch an die Neugestaltung des Brunnens im Ortsteil Noviand ist bisher noch immer nicht die Reihe gekommen. Dabei ist die Erneuerung der Anlage mit Schiefermauerwerk auf Waschbeton alles andere als ein Luxus. Denn nicht nur die Optik des Ensembles an der Ecke Brunnenstraße/Duhr entspricht längst nicht mehr dem neuesten Stand. Auch die Technik hat in annähernd drei Jahrzehnten gelitten.

So soll der nicht mehr funktionierende ursprüngliche Springbrunnen durch eine Anlage mit Brunnenstein ersetzt werden. Außerdem ist im Zuge der Mauerrestaurierung die Umgestaltung des gesamten Platzes vorgesehen. Dass sich die Umsetzung des Vorhabens derart in die Länge zieht, liegt an den Kosten. Denn die Erneuerung der Anlage wird alles in allem wohl mehr als 45 000 Euro verschlingen. Ohne den erhofften Zuschuss aus Mitteln der Dorferneuerung wird die Gemeinde daher dieses Projekt nicht anpacken können. Doch bisher seien noch keine Fördergelder zur Verfügung gestellt worden, bedauert Ortsbürgermeister Hans-Josef Edringer.

Weitaus unproblematischer scheint der Bau einer Brunnenanlage im Ortsteil Siebenborn zu sein. Das Projekt, das auch die Wasserversorgung der Beregnungsanlage des dortigen Sportplatzes optimieren soll, wird über Spenden finanziert und mit freiwilligen Helfern in die Tat umgesetzt.

Bedeutsamer für die Zukunft der Gemeinde sind allerdings die Neuerungen in der örtlichen Kindertagesstätte. So ist ab August die Zahl der Ganztagsplätze von bisher 14 auf 20 aufgestockt. Außerdem werden in der neu eingerichteten "Nestgruppe" nun auch Kleinkinder aufgenommen. Berufstätigen Eltern kommen zudem die Öffnungszeiten von täglich bis zu neun Stunden für Ganztagskinder zugute. Laut Edringer bietet ein offenes Konzept den Kindern darüber hinaus die Möglichkeit, ihre Kreativität auf vielfältige Weise auszuleben. Dank verschiedener Funktionsräume könnten sie täglich ihren Konstruktionseifer ausleben, in Rollenspiele eintauchen, ihrem natürlichen Bewegungsdrang nachgeben oder die Natur erleben.

Auf die langfristige Weiterentwicklung der Gemeinde zielt zudem das auf den Weg gebrachte "Beschleunigte Zusammenlegungsverfahren" ab. Die Ziele des auf Freiwilligkeit basierenden Vorhabens sind laut Edringer die "weinbauliche Entwicklung" und der Erhalt der Kulturlandschaft. Entsprechend soll auch der weiteren Ausdehnung von Weinbergsbrachen entgegengewirkt werden. Parallel dazu hält die Gemeinde an der Fortschreibung des Dorfeuerungskonzeptes fest. Konkret nennt der Gemeindechef Vorhaben wie die Dorfgestaltung samt Straßen und Plätzen sowie die Erhaltung und Sanierung der vorhandenen Bausubstanz.

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