Oft Streit geschlichtet

BERNKASTEL-KUES/ENKIRCH. (mbl/ax) Schlichten ist besser als klagen: Seit 25 Jahren üben Ulrich Schütz und Alois Koster die Tätigkeit eines Schiedsmannes aus. In einer kleinen Feierstunde dankte der Direktor des Amtsgerichts, Gunther Nelles, den beiden Ehrenamtlichen für ihre treuen Dienste.

Seit November 1978 ist Schütz im Schiedsamtsbezirk Enkirch und Koster im Schiedsamtsbezirk Piesport/Minheim tätig. Im Beisein von Justizamtsrat Udo Cuers und den beiden Bürgermeistern Ulrich K. Weisgerber und Hans Werner Schmitt überreichte Amtsgerichts-Chef Gunther Nelles den Schiedsmännern die Dankurkunde des Präsidenten des Oberlandesgerichts Koblenz. Schütz scheidet aus Altersgründen auf eigenen Wunsch aus dem Schiedsamt aus und erhielt mit der Ehrung auch seine Entlassurkunde. "Sie haben als vorbildlicher Rechtsberater stets versucht, durch gute Ratschläge so manche Spannung und Ungerechtigkeit gütlich zu lösen", lobte Bürgermeister Weisgerber den langjährigen Bürgermeister von Enkirch bei seiner Verabschiedung am Rande der Sitzung des VG-Rats Traben-Trarbach. Mehr als ein Vierteljahrhundert hatte Schütz, der für sein außerordentliches Engagement zum Wohl der Gemeinschaft bereits mit der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet wurde, als Schiedsmann in den Gemeinden Enkirch, Burg und Starkenburg gewirkt. Alois Koster wird sich weitere fünf Jahre in den Dienst dieser Sache stellen. "Das Amt des Schiedsmannes hilft, Rechtsstreitigkeiten vor Gericht zu vermeiden", hob Nelles hervor. "Sie haben in den 25 Jahren ihrer Tätigkeit große Erfahrung gesammelt", unterstrich er die Bedeutung des Amtes. Vieles könne der Schiedsmann bereits im Vorfeld schnell und effizient regeln. "Und in den meisten Fällen hat man bei der Ausübung diese Amtes auch Erfolg", bestätigen die beiden Geehrten. "Ich finde es wunderbar, wenn jemand bereit ist, dieses Ehrenamt anzugehen", sagte Amtsgerichtsdirektor Nelles. Er ernannte Dieter Hanß aus Enkirch zum Nachfolger von Schütz. Es sei wichtig, dass man mit den Leuten umgehen könne, dass man beide Seiten höre und dann schlichte - die Gerechtigkeit sei dann irgendwo in der Mitte zu suchen, sagte Nelles. So gelinge es oft, die Ursache eines Streits zwischen Privatpersonen aufzudecken und zum Rechtsfrieden beizutragen.