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Ohne Bäume geht es nicht: Windbruchfläche bei Deuselbach wird aufgepflanzt

 Martin Koch und der Deuselbacher Ortsbürgermeister Klaus Hölzemer (vorne) pflanzen einen Baum.TV-Foto: Christoph Strouvelle
Martin Koch und der Deuselbacher Ortsbürgermeister Klaus Hölzemer (vorne) pflanzen einen Baum.TV-Foto: Christoph Strouvelle FOTO: Christoph Strouvelle (cst) ("TV-Upload Strouvelle"
Deuselbach. Die Stiftung "Jeder wird einen Baum pflanzen" des Deuselbacher Jagdpächters Bernd Martin Koch spendet der Gemeinde 300 Laubbäume, um eine freie Fläche im Wald aufzuforsten. Das ist auch aus kulinarischer Sicht interessant. Christoph Strouvelle

Deuselbach. Bäume pflanzen, wo 2007 Kyrill gewütet hat: Die Gemeinde Deuselbach ist derzeit dabei, einen Windbruch oberhalb der Ortslage aufzuforsten, den der Sturm 2007 in den damaligen Fichtenwald geschlagen hat. 300 Bäume werden dort mit Unterstützung der Stiftung gepflanzt. Jeder wird einen Baum pflanzen in die Fläche gesetzt.
Es handelt sich dabei um 100 Esskastanien, 100 Roteichen, 50 Bergahornbäume und 50 Spitzahornbäume, sagt Bernd Martin Koch, Vorstand der Oberhausener Stiftung und seit 24 Jahren Jagdpächter in Deuselbach.Maronen zum Sammeln

Die Kosten von rund 3500 Euro trägt die Stiftung. Die Verbissmatten, mit denen die Bäume vor dem Wild geschützt werden, stellt der Forst zur Verfügung. Das Pflanzen der Bäume erledigen Deuselbacher Bürger und Bekannte von Koch, die extra aus dem Ruhrgebiet angereist sind, ehrenamtlich.
Die verschiedenen Baumarten werden in Gruppen gepflanzt, sagt Förster Theo Anell. Die Ahornbäume kommen in Richtung Deuselbach. Wenn die ausgewachsenen Fichten zwischen dem Pflanzgebiet und dem Dorf wegkommen, bieten die Ahornbäume in einigen Jahren im Herbst mit ihren Gelb- und Rottönen ein attraktives Bild, sagt Ortsbürgermeister Klaus Hölzemer.
Zudem werden die Esskastanien in gut zugänglichen Bereichen gepflanzt, so dass die Deuselbacher die Maronen gut sammeln können. Warum engagiert sich Koch so beim Pflanzen von Bäumen? Zum einen sei es der Zweck der Stiftung, sagt er.
Des Weiteren seien Bäume Sauerstoffproduzenten, die ihren lebenswichtigen Stoff an alle Menschen und andere Lebewesen gleichmäßig abgeben. "Ohne Bäume geht es nicht", sagt er. Und zum Dritten will Koch bei der Bevölkerung das Bewusstsein wecken, wie wichtig der Baum in seiner Funktion als Nutzholz ist.
Weitere Infos zur Stiftung gibt es im Internet unter www.jeder-wird-einen-baum-pflanzen.mycylex.de .