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Ohne Bedenken rein ins kühle Nass

Ohne Bedenken rein ins kühle Nass

Im Bostalsee wie im Losheimer See kann bedenkenlos geplanscht werden. Die Wasserqualität ist ausgezeichnet. Das bescheinigt das saarländische Gesundheitsministerium allen Badegewässern im Nachbarland.

Losheim/Bosen. (red) Messgröße für die Badequalität der Gewässer ist vor allem das Vorkommen bestimmter Bakterien, im Wasser etwa der Escherichia Coli. Sie gelten als Indikatoren für fäkale Verunreinigungen des Wassers.

Danach erfüllen derzeit zwei der ursprünglich drei als Europäische Badegewässer ausgewiesene Stellen "die Anforderungen der EU-Richtlinie in hohem Maße". Dies sind der Losheimer Stausee und der Bostalsee.

Keine Badeaufsicht an kleineren Gewässern



Im dritten, der Nied, herrscht hingegen striktes Badeverbot, weil die Wasserqualität vor allem nach starkem Regen zu schlecht ist.

Der Sprecher des saarländischen Umweltministeriums, Marcus Klein, erklärt: "Wenn es stark regnet, schaffen die Kläranlagen die Wassermengen nicht." Dann wird Wasser aus den Kanälen in Not-Becken, sogenannte Vorfluter, geleitet. "Die Vorfluter entwässern zum Teil auch in die Bäche und Flüsse" - und das ungeklärt. Für die Umwelt stelle dies kein Problem dar, für die Badequalität in der Nied schon.

Bleiben noch die zahlreichen kleinen Seen und Weiher sowie die übrigen Flüsse, die nicht als Badegewässer ausgewiesen sind. Diese werden nicht auf ihre Wasserqualität hin kontrolliert, mahnt der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Stephan Kolling. Und - im Gegensatz zu Losheim und Bosen - gibt es hier meist auch keine Badeaufsicht.

Ob das Schwimmen dort gänzlich verboten ist oder toleriert wird, obliegt laut Kolling den jeweiligen kommunalen Ordnungsämtern.

Vor allem vor dem Sprung in Flüsse warnt der Sprecher des saarländischen Landesverbands der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), Oliver Zangerle: "Überall wo es Berufsschifffahrt gibt, ist das Schwimmen tabu", ganz davon abgesehen, dass in Fließgewässern für den Schwimmer die Strömung lebensgefährlich werden kann.

Wer in Sachen Badesee Alternativen zu den beiden saarländischen sucht, der kann in die Westpfalz fahren. Bei Kaiserslautern liegt der Gelterswoog, der größte Stausee des Pfälzer Walds ist seit mehr als 80 Jahren Badegewässer.

In Baumholder wird mitten in der Stadt geplanscht



Weiter südlich im Biosphärenreservat Pfälzerwald ist der Schöntalweiher gelegen. Dort allerdings gibt es keine Badeaufsicht. Gleiches gilt für den Bärenlochweiher bei Landstuhl.

In Baumholder darf sogar ganz offiziell mitten in der Stadt geplanscht werden, inklusive Badeaufsicht. Direkt hinter der luxemburgischen Grenze - und bei vielen Saarländern schon lange kein Geheimtipp mehr - liegt der Baggersee von Schengen-Remerschen.

Hinter der französischen Grenze lässt es sich am besten im Dieffenbach-Weiher oder im Mitters heimer Weiher baden. See-Alternativen gibt es also zuhauf.