Ohne Noten mit ganz viel Gefühl

Der Gospelchor Crossover begeistert im ausverkauften Bürgerhaus Hetzerath.

Hetzerath (red) Ihre Vitalität und Energie ziehen sich durch den ganzen Abend. Da ist Stimmung im Saal, Leidenschaft und einfach viel gute Musik. Sie singen ohne Noten und dafür mit umso mehr Gefühl. Der Text jedes einzelnen Songs kommt aus dem Herzen. Das sieht und hört man. Bei denen auf der Bühne und bei denen im Publikum. Nicht umsonst haben sie ihr Programm nach dem Song von Bryan Adams "Straight from the heart" überschrieben.
Beim Konzert des Gospelchors Crossover in einem schon vor Wochen ausverkauften Bürgerhaus in Hetzerath wippen Füße, nicken Köpfe und klatschen Hände. Chorleiterin Johanna Frisch zieht denn gerne beim Dirigieren auch mal die Schuhe aus und lässt so manches pulsierende Energiebündel im Chor glühen. "Take the shackles off my feet so I can dance. I just wanna praise you, I just wanna praise you".
Das Programm ist bunt, bleibt aber textlich immer spirituell. "Wir singen, was uns gefällt. Da wird aus dem Bauch heraus entschieden", sagt die engagierte 30 Jahre alte Vollblut-Musikerin und Chorleiterin Johanna Frisch.
Vor sieben Jahren hat sie in Hetzerath mit einem Projektchor angefangen. Mittlerweile treffen sich montagabends zu den Proben über 40 Sängerinnen und Sänger aller Altersklassen aus Trier, von der Mosel und natürlich aus Hetzerath.
Bei der Song-Auswahl wird gemixt. Gospel, Rock und Pop. Von Barclay James Harvests "Hymn" bis zu Elton Johns "Still standing" und Pinks "Bridge of light". Leise Töne und das warme Timbre von Solistin Mareile Bruin gehen unter die Haut, die rockige Röhre von Gaby Dupont lässt keinen kalt und bei Andy Josts rauchig heiserer Interpretation von "The living years" meint man glatt, Mike & The Mechancis stünden auf der Bühne. Mal dreht der Chor mit seinen Solisten lautstark auf und fetzt, was das Zeug hält, mal wird's leise, melancholisch, nachdenklich.
Ganz stark ist die Band mit Thomas Frisch an der E-Gitarre, Felix Lehnartz an den Drums, Volker Hundhausen am Bass, Holger Schmitz und Markus Felten an den Keyboards.
Das Publikum im Hetzerather Bürgerhaus ging jedenfalls vom ersten bis zum letzten Ton begeistert mit, durfte sich über einen kraftvollen, harmonischen Chorgesang und einen Abend mit richtig guter Musik freuen.

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