Oktoberfest-Tickets gehen rasend schnell weg

Oktoberfest-Tickets gehen rasend schnell weg

Mickie Krause kommt, Big-Brother-Jürgen auch, und möglicherweise der ein oder andere, der beim Wittlicher Oktoberfest einen Streit anzettelt. Dafür wappnen sich die Organisatoren jeden Abend mit 35 bis 45 Sicherheitskräften.

Wittlich. O\'zapft is! Was München kann, kann Wittlich auch. Und so werden am Freitag, 7. Oktober, die blau-weißen Tischdecken ausgerollt, und das Bungert-Oktoberfest beginnt. Vier Wochen lang können die Besucher in Lederhosen und Dirndl zu Livemusik tanzen und sich bei einem der größten Volksfeste der Region Oktoberfestbier und Hax\'n schmecken lassen.
50 000 bis 60 000 Gäste werden erwartet, der Ticketverkauf läuft rasant. Die Abo-Karten, die Eintritt an allen Tagen ermöglichen, waren innerhalb von vier Wochen ausverkauft, berichtet Organisationsleiter Dirk Bölinger.
Für die Samstage sind keine Sitzkarten mehr zu haben. Komplett ausgebucht ist der 29. Oktober, an dem Peter Wackel Hits wie "Manchmal möchte ich schon mir dir …" schmettert. Eine weitere freudige Kunde für Bölinger: "Jedes Jahr kommen mehr Leute in Dirndl und Lederhosen."
Und die belassen es meist nicht bei einer Probe-Ration Oktoberfestbier. Dass es da zumindest zu Rangeleien kommt, ist klar - also muss ein Sicherheitskonzept her. Polizei, Rettungskräfte und 35 bis 45 Sicherheitskräfte haben jeden Abend ein Auge auf die feiernden Massen. Zum Teil haben sie feste Plätze beispielsweise an den Ein- und Ausgängen, an der Kasse und den Notausgängen. Andere patrouillieren durch das Zelt, schreiten ein, wenn sich ein Streit anbahnt, geben auch Acht, dass sich niemand an kaputten Bänken oder Scherben verletzt, erklärt Konstantin Rohr (Security Service Schmitt). Waffen tragen die Sicherheitskräfte nicht. Gefährlich kann die ein oder andere Situation für sie durchaus werden. "Wir haben bei der Säubrennerkirmes beobachtet, dass das Aggressionspotenzial Jugendlicher vor allem gegenüber der Polizei gestiegen ist", sagt Leo Kappes von der Wirtschaftsförderung der Stadt.
Tabu ist das Oktoberfest für Jugendliche unter 16 Jahren. Wer unter 18 ist, darf bis um 24 Uhr bleiben und erhält einen roten Stempel. Will heißen: An sie wird nichts Hochprozentiges ausgeschenkt. Um 24 Uhr ertönt die Durchsage, dass sie das Zelt verlassen müssen. Auch Ausweiskontrollen sind angekündigt.
Schließlich will die Wittlicher Wies\'n auch Familienfest sein, zumindest sonntags, wenn ab 12 Uhr Musikvereine aus der Region spielen und es unter anderem Hüpfburgen für die Kinder gibt.
Nicht zuletzt, so beteuern Stadt und Veranstalter, sei das Oktoberfest 2010 das ruhigste seit Jahren gewesen. Die Polizei wird dann dazugerufen, wenn ein Straftatbestand vorliegt, also zum Beispiel eine gefährliche Körperverletzung. Hausverbot haben bislang übrigens nur drei Übeltäter.
Ruhig soll es auch vor dem Zelt zugehen. Damit dort niemand zu Schaden kommt, wird die Röntgenstraße komplett für den Verkehr gesperrt. Busse sollen über den Kreisel am Aldi-Markt geleitet werden. Das Oktoberfest beginnt am Freitag, 7. Oktober, mit der Partyband Tollhaus, am Samstag kommt Schlagerstar Mickie Krause dazu. Der 9. Oktober ist Familientag, der Musikverein Altrich spielt am Nachmittag, abends Tollhaus. Am zweiten Wochenende vom 14. bis 16. Oktober gibt es "Bayrische Music-Power", am Sonntag spielt zudem der Musikverein Sehlem-Esch. Party, Pop und Rock bietet die Band Heaven 7 vom 21. bis 23. Oktober. Samstags tritt an diesem Wochenende außerdem Jürgen Milski auf, bekannt von Big Brother, und Sonntag spielen der Musikverein Lüxem und Jonathan Zelter. Und auch Aischzeit sind wieder dabei - vier Tage hintereinander, vom 28. bis 31. Oktober. Peter Wackel, bekannt unter anderem durch seinen Song "Kenn nicht deinen Namen … scheißegal", kommt am Samstag mit dazu, das Blasorchester Wittlich ist am Sonntag mit im Programm. Am Montag, 31. Oktober, endet das Oktoberfest mit einer Halloweenparty. uq

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