Ortsgemeinde will Jagd neu regeln

Der junge Wald im Neunkirchener Forst soll mehr vor Verbiss geschützt, das Wild deshalb künftig anders bejagt werden. In einer Einwohnerversammlung soll das neue Konzept vorgestellt werden.

Neunkirchen. Die Ortsgemeinde Neunkirchen will neue Wege gehen in der Bejagung ihres Forstes. Statt diese an einen Pächter zu vergeben, will die Gemeinde das Wild in Eigenregie bejagen, sagt Ortsbürgermeister Richard Pestemer. Anlass für den Systemwechsel ist das Auslaufen des derzeitigen Pachtverhältnisses zum Ende April 2017.
Grundsätzlich lässt der Gesetzgeber sowohl die Verpachtung als auch die Eigenjagd zu, sagt der Ortsbürgermeister. "Wir sind der Meinung, dass wir eine stärkere Bejagung brauchen", sagt er. Grund sei die angestrebte Verjüngung des Waldes. Denn die frischen Triebe der jungen Pflanzen schmeckten den Rehen besonders gut. Das behindere zum einen die angestrebte Verjüngung des Waldes, locke andererseits zugleich das Wild an, das von dem guten Futterangebot profitiere und sich stärker vermehrt. Die Eigenbejagung sei im Hunsrück bisher wenig verbreitet.
Die Ortsgemeinde informiert am Freitag, 9. September, um 19 Uhr im Gemeindehaus Neunkirchen in einer Einwohnerversammlung über die Eigenjagd. Mit dabei sind Revierförsterin Anne Koch, Uli Osterfeld von Pro Jagdkonzept und ein Vertreter des Gemeinde- und Städtebundes. cst

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