1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Ortsgemeinden befassen sich mit großen Projekten

Ortsgemeinden befassen sich mit großen Projekten

Die Gielerter sitzen in den Startlöchern. Sie wollen ihren Dorfmittelpunkt neu gestalten und warten auf die Förderzusage. In Berglicht widmen sich die Vereine derzeit der Vorbereitung für die Frühlingswanderung.

Berglicht/Gielert. Die ehemalige Kindertagesstätte in Berglicht soll künftig von den Vereinen genutzt werden. In diesem Jahr sollen die notwendigen Arbeiten angegangen werden, sagt der Berglichter Ortsbürgermeister Gerhard Oberweis. Die Infrastruktur wie eine Küche sei vorhanden. Lediglich die Einrichtungen in den Sanitärräumen müssten von Kinder- auf Erwachsenengröße umgestaltet werden. Der untere Bereich könnte vorne für Yoga-Kurse genutzt werden, sagt Oberweis. Im rückwärtigen Teil des Gebäudes soll die Ortsgemeinde Lagermöglichkeiten erhalten. Im Obergeschoss soll die Kita einen ehemaligen Gruppenraum weiter als Lager nutzen dürfen. Die beiden anderen Gruppenräume sollen als Vereinsräume dienen.
Eine große Aufgabe für die Berglichter ist die Frühlingswanderung der VG Thalfang, die in diesem Jahr dort von den Berglichter Vereinen in Zusammenarbeit mit der UTE (Urlaubregion Thalfang am Erbeskopf) ausgerichtet wird. "Das ist viel Arbeit", sagt der Ortsbürgermeister. Noch nicht sicher ist, ob bereits 2017 oder erst im darauf folgenden Jahr in der Ortslage eine weitere Straße ausgebaut wird. In Frage kämen der Moorweg oder Im Berg.
Ansonsten seien keine größeren Vorhaben geplant, denn die Infrastruktur sei in Ordnung. Dorfgemeinschaftshaus, Internet, DSL, alles funktioniere wunderbar.
Im Nachbarort Gielert wartet Ortsbürgermeister Friedel Hagenburger auf Post von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier. Denn vor einer offiziellen Zusage durch die Behörde können die Gielerter nicht damit beginnen, ihren Ortsmittelpunkt umzugestalten. Gegenüber des 2005 renovierten Kelterhauses soll ein Haus abgerissen und ein Pavillon mit Treff- und Spielepunkt geschaffen werden.
Im Gegensatz zu bisherigen Überlegungen soll bei dem Abbruchhaus ein Teil der Bruchsteinmauer des 1830 errichteten Hauses erhalten werden, sagt Hagenburger. Bei diesem Pavillon sollen zudem ein Wlan-Hotspot eingerichtet und eine Aufladestation für E-Bikes montiert werden.
Der Ausschuss, der die Projekte genehmigt, die mit Mitteln aus dem Leaderprogramm unterstützt werden, habe den Gielertern bereits im Februar 2016 für ihr Vorhaben eine hohe Punktzahl eingeräumt, so dass das 66 500 Euro teure Vorhaben mit 75 Prozent bezuschusst wird. Dabei wollen die Gielerter auch einiges in Eigenleistung erledigen. Jedoch muss die ADD erst grünes Licht geben, sagt Hagenburger. cst