Ortskernsanierung geht in die nächste Runde

Ortskernsanierung geht in die nächste Runde

Straßenausbau und Kindergartensanierung waren zentrale Themen in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Neumagen-Dhron. Die Hoffnung auf Einnahmen durch Photovoltaikanlagen hat sich hingegen wegen "nicht nachvollziehbarer" Vorschriften zerschlagen.

Neumagen-Dhron. Im Rahmen der "Ortskernsanierung Neumagen" stehen in Neumagen-Dhron die nächsten Ausbauprojekte an. Für die Erneuerung von Bogen- und Kaffeegasse, die in einem sehr maroden Zustand sind, hat die Gemeinde 150 000 Euro Zuschuss erhalten. Insgesamt wird mit Kosten von 180 000 Euro gerechnet. Der Ausbau einer weiteren Straße, der Engelgasse, hat sich als problematisch erwiesen, wie Ortsbürgermeister Willi Herres in der jüngsten Gemeinderatssitzung erläuterte. Bevor dort ausgebaut werden könne, müsse eine Wasserrückhaltung gebaut werden. Ebenfalls noch in absehbarer Zeit ausgebaut wird die Weingartenstraße. Außerdem wird die Willemstraße durch anstehende Arbeiten voraussichtlich in Mitleidenschaft gezogen werden. Für die Straßen werden Mittel aus dem Investitionsstock beantragt. Da die Ortskernsanierung bis 2014 abgeschlossen sein soll, ist laut Herres demnächst die durch die Sanierung erzielte Wertsteigerung der Häuser zu ermitteln. Mit dieser Aufgabe hat die Gemeinde nun einen Gutachterausschuss beauftragen müssen. Nach Einschätzung von Herres ist wegen Überlastung dieser Experten aber frühestens in zwei Jahren mit einem Ergebnis zu rechnen.

Dem Ausbau des Forellenweges im Ortsteil Papiermühle steht hingegen nichts mehr im Wege. Die Sehlemer Firma Lehnen hat den Auftrag erhalten, die Fahrbahn für knapp 7000 Euro zu erneuern. Die Arbeiten waren im Zuge der Kanalisierung erforderlich geworden. Außerdem hat der Rat für das Baugebiet Säbsel den Endstufenausbau, das Aufbringen der abschließenden Deckschicht, beschlossen.

Aber auch in den beiden örtlichen Kindergärten kann demnächst losgelegt werden. Für den Kindergarten in Dhron sind die beantragten Fördermittel laut Herres bewilligt. Daher wird dort im Frühjahr mit Umbau und Sanierung begonnen werden. Die Kinder ziehen während dieser Zeit in die alte Berufsschule um, die derzeit renoviert wird.

Zerschlagen haben sich hingegen die Hoffnungen der Gemeinde, mit der Errichtung einer Photovoltaikanlage zusätzliche Einnahmen erzielen zu können. Der vorgesehene Standort auf dem Neumagener Berg, Distrikt "Auf der Heide", sei zwar an und für sich optimal und vor allem nicht einsehbar von der Mosel aus, erläutert Herres dem Rat.

Doch da es sich dort nicht um Ackerland handele, sondern um Wiesen, dürfe keine solche Anlage errichtet werden. Für ihn wie für den Rat ist diese Vorschrift zuungunsten magerer Wiesen nicht nachzuvollziehen. Zumal demnach selbst auf Brachland keine Photovoltaikanlagen stehen dürfen, wodurch Kommunen potenzielle Einnahmequellen verschlossen bleiben.

Berichte über weitere Punkte der Tagesordnung folgen.