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Osterausflüge in der Nationalparkregion sind möglich. Aber die Windklangskulptur ist gesperrt.

Freizeit : Osterausflüge im Nationalpark sind möglich: Windklangskulptur bleibt gesperrt

Osterausflüge in der Nationalparkregion sind möglich – trotz Corona. Allerdings gibt es Einschränkungen.

Ostern steht vor der Tür. Und die Meteorologen sagen überwiegend schönes und warmes Wetter voraus. Normalerweise sind das die besten Voraussetzungen für Ausflüge und Wanderungen. Aber was ist in diesen Tagen schon normal? Und was ist in diesen Tagen richtig?

Harald Egidi, der Chef des Birkenfelder Nationalparkamtes, appelliert an die Naturliebhaber, sich an die gesetzlichen Vorgaben zu halten: „Bitte nur zu zweit oder im Familienverbund unterwegs sein.“ Auch Picknicks oder spontane Versammlungen an besonders schönen Aussichtspunkten oder Rastplätzen seien im Nationalpark untersagt. Die Corona-Krise hat auch Auswirkungen auf das Schutzgebiet: Das Hunsrückhaus am Erbeskopf ist ebenso geschlossen wie die dort integrierte Nationalpark-Ausstellung und das Café. Weil am vergangenen Wochenende dort viele Wohnmobile abgestellt wurden, ist zwischenzeitlich auch der kleine Platz vor dem Hunsrückhaus gesperrt. Der große Parkplatz unterliege derzeit  keinen Einschränkungen, versichert Vera Höfner, die Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Thalfang.

Allerdings sollten die Menschen beim Spazierengehen oder Wandern Ziele in der Nähe aufsuchen. Das gelte auch für den Erbeskopf und die Traumschleifen in der Verbandsgemeinde Thalfang. Sie rate, sich dort zu bewegen, wo nicht so viele Menschen unterwegs seien. Und sie sollten die geforderten Abstände einhalten. Mitarbeiter des Ordnungsamtes seien am vergangenen Wochenende unterwegs gewesen, um zu prüfen, ob die Regeln eingehalten werden. Und: „Im Großen und Ganzen werden sie das.“ Auch am Osterwochende werde kontrolliert.

Da, wo (Abstand-)Regeln nicht eingehalten werden können, wird abgesperrt: etwa auf der Windklangskulpur und dem Aussichtsturm auf dem Erbeskopf-Plateau.

Im Morbacher Rathaus wird vom Wandern auf den Traumschleifen eher abgeraten. Grundsätzlich sei es in diesen Tagen wichtig, rauszugehen und sich an der frischen Luft zu bewegen, sagt Kerstin Thommes, Chefin der Tourist-Info Morbach.  Allerdings habe man in jüngster Zeit feststellen müssen, dass zahllose Wanderer von nah und fern die Traumschleifen geradezu „überschwemmen“. Aufgrund der hohen Anzahl von Wanderfreunden könnten die „vorgeschriebenen Kontaktsperren“ teilweise nicht mehr eingehalten werden. Deshalb rät sie: „Nehmen Sie keine Anfahrt in Kauf, um die Traumschleifen zu wandern. Die Traumschleifen sind auch nach der Krise noch da. Bleiben Sie vor Ort!“ Genutzt werden sollten dagegen örtliche Wanderweg.