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Paradies für Radfahrer und Skater

Paradies für Radfahrer und Skater

Nach dem Kauf der bisher bundeseigenen Mosel-Vorland-Flächen hofft die Gemeinde Lösnich, möglichst noch in diesem Jahr mit der Neugestaltung des Areals beginnen zu können.

Lösnich. Wie andere Gemeinden auch, hat sich Lösnich ganz schön gedulden müssen. Doch seit einigen Monaten ist endlich alles unter Dach und Fach. Die bisher bundeseigenen Mosel-Vorland-Flächen, das ehemalige Bahngelände, sind gekauft und können umgestaltet werden. Sofern der vorzeitige Baubeginn genehmigt wird, könnten die Arbeiten noch in diesem Jahr anlaufen. Denn die Pläne für einen Dorfplatz mit Parkplätzen entlang dem "Gestade", der Straße, die den Ort zur Mosel begrenzt, sind längst abgesegnet.

Vorgesehen ist laut Ortsbürgermeister Norbert Franz "ein richtiges Rondell", das sich von der Moselpromenade aus in Richtung Fluss erstrecken wird. 30 neue Fahrzeug-Stellplätze sollen zudem die heutige Parkproblematik entschärfen. Für die Aufwertung des Ortsbildes hofft die Gemeinde auf einen 50-prozentigen Zuschuss. Die Umgestaltung dürfte nicht nur die Lösnicher freuen, sondern auch ihre Gäste. Denn das Moselvorland ist schon jetzt sehr beliebt, wie auch die stets gute Belegung des Wohnmobilstellplatzes zeigt.

"Das ist schon ein Paradies", schwärmt Franz von dem "ruhig und idyllisch gelegenen" Areal. Vor allem Radler und Inlineskater wüssten das zu schätzen. Der Kauf bundeseigener Flächen ermöglicht der Gemeinde darüber hinaus, zwischen Hauptstraße und Gestade, im Bereich des einstigen Bahnzubringers, vier Bauplätze zu erschließen. Damit kann Lösnich bauwilligen Interessenten endlich eigene Grundstücke anbieten. Denn bisher stehen im Ort lediglich private Flächen zur Verfügung.

Dennoch sind Dorfplatz und Moselvorlandgestaltung nicht die einzigen Herzenswünsche, deren Realisierung sich im Ort abzeichnet. Die Weinbaugemeinde wird sich nämlich demnächst auch optisch als solche zu erkennen geben. Und zwar mit dem Schriftzug "Lösnicher Försterlay", deren Lage in Großbuchstaben markiert werden wird. 3000 Euro lässt die Gemeinde sich die Buchstaben kosten - plus weitere 3000 Euro für den Unterbau. Bisher gebe es ja keinen solchen Hinweis in den Weinbergen, erklärt Franz.

Beständige Investitionen sind im Bürgerhaus erforderlich. Nach dem Einbau einer neuen Küche und einer Theke steht demnächst zur Debatte, ob das Gebäude ein Blockheizkraftwerk bekommt. Außerdem wird ein kleiner Rundwanderweg um Lösnich angelegt, der sich dem Thema "Der Natur auf der Spur" widmet.

Bereits realisiert hat die Gemeinde Projekte wie die Anstrahlung der Kirche, den Ausbau der Bürgersteige entlang der Hauptstraße und die Renovierung der Schutzhütte.