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Parkordnung in Bernkastel: Gebühren werden erhöht

Kommunales : Neue Parkgebühren in Bernkastel-Kues: Jetzt kostet es ab der ersten Stunde

Der Stadtrat von Bernkastel-Kues hat eine Erhöhung der Parkgebühren beschlossen. Ab Juli muss nun auch die erste Stunde bezahlt werden.

Die Parkgebühren sind in Bernkastel-Kues seit einigen Monaten ein Dauerthema. Bislang war die erste Stunde auf bewirtschafteten Parkplätzen umsonst, nur die jeweils folgenden Stunden mussten gezahlt werden. Das wird sich ab dem 1. Juli allerdings ändern.

Der Stadtrat hatte in seiner jüngsten Sitzung einer Reform der Parkgebührenordnung nach vielen Diskussionen im Vorfeld final zugestimmt. Fest steht, dass ab 1. Juli auch die erste Stunde bezahlt werden muss. Diese wird einen Euro kosten, anschließend jede weitere Stunde 1,50 Euro. Vorher kostete jede weitere Stunde 1,20 Euro. Wie Stadtbürgermeister Wolfgang Port erklärt, sei die Gebührenordnung seit 2013 nicht mehr verändert worden, so dass eine Anpassung sinnvoll sei, zumal erhebliche Ausgaben auf die Stadt zukommen. Diese müssten langfristig mit erhöhten Parkgebühren gegenfinanziert werden.

Alleine der Ausbau des Moselvorgeländes in Bernkastel und die Neugestaltung der Parkplätze sei sehr teuer. Trotz Förderung liege der Eigenanteil der Stadt bei circa zwei Millionen Euro. Auch auf der Kueser Seite werde das Moselvorgelände ausgebaut, um die Parkplätze zu erneuern, was mehr als eine Million Euro koste.

Das Thema E-Mobilität werde immer bedeutender. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, mache man sich darüber Gedanken, ein E-Auto-Parkhaus zu bauen, das ebenfalls finanziert werden müsse.

Die Flächen, in denen Parkgebühren erhoben werden, sollen mittelfristig ausgedehnt werden. Dabei stehe vor allem der Uferbereich in Kues im Fokus, der vom Minigolfplatz bis Thanisch-Spitz bewirtschaftet werden könnte.

Als Ausgleich für Fahrer die nur kurzfristig halten müssen, um etwas abzuholen, sollen weitere Zonen mit Parkscheibenpflicht eingeführt werden. Ports Vorstoß, auch die Parkflächen am Kloster Machern zu bewirtschaften, muss indes zurückgestellt werden. Der Grund: Die Eigentumsverhältnisse müssen erst geklärt werden, da noch nicht sicher ist, dass das Gelände tatsächlich der Stadt gehört.

Eine detaillierte Übersicht der Parkgebühren folgt in einer der nächsten Ausgaben.