Parkplatz Ahornweg muss weichen

ANDEL. (urs) Dem geplanten Gemeinschaftshaus Andel sollen unter anderem privat genutzte stadteigene Stellflächen weichen, womit nicht alle einverstanden sind. Ähnlich der Problematik Bebauungsplan Gewerbegebiet stößt in Andel der geplante Verkauf eines öffentlichen Parkplatzes im Ahornweg auf Kritik.

Auf dem gesamten, knapp 1000 Quadratmeter großen, Grundstück sollte ursprünglich ein Parkplatz entstehen. Statt dessen blieb es jedoch bei einigen Stellplätzen entlang der Straße, die bis Ende 2004 an zwei Nachbarn verpachtet sind. Auf der Suche nach Geldern für die Realisierung des Gemeinschaftshauses war die Gemeinde unter anderem auch auf diese Fläche aufmerksam geworden. Im April hatte sich der Ortsbeirat für den Verkauf des Grundstücks ausgesprochen, das zum ortsüblichen Bodenrichtwert auch den Anliegern angeboten wurde. Dennoch sind nicht alle Bürger einverstanden. Zwei Anlieger hatten sich schriftlich an Stadtbürgermeister, Ortsvorsteher und Ortsbeirat gewandt, wozu Ortsvorsteher Rolf Kröhner vor dem Rat und anwesenden Bürgern eine Stellungnahme verlas. Aufgrund eines von einigen Räten mitunterschriebenen Antrages wurde dieser Punkt in den öffentlichen Teil der Sitzung aufgenommen. Da bei Grundstückangelegenheiten jedoch laut Gemeindeordnung die Öffentlichkeit ausgeschlossen ist, fragte Kröhner die Räte, ob sie damit einverstanden seien, das Thema im nichtöffentlichen Teil zu behandeln - was mehrheitlich begrüßt wurde, da einige sich im Vorfeld wohl nicht darüber im klaren waren, dass der Punkt vor der Öffentlichkeit beraten werden sollte. Vor der Beratung über Investitionsanträge bat Stadtbürgermeister Wolfgang Port sich wegen der Haushaltslage und dem geplantem Gemeinschaftshaus nicht zu verzetteln: "Man sollte alles auf eine Karte setzen." Kröhner nannte daher lediglich Projekte wie die Restrenovierung der Turnhallenfenster, einen sich am Goldbach anbietenden naturnahen Spielplatz sowie einen Bolzplatz und die vorgesehene Zufahrt zum Baugebiet. Für erforderliche Reparaturen, wie an vorhandenen Spielplätzen, stehen laut Stadtbürgermeister Gelder im Verwaltungshaushalt der Stadt. Ebenso wurde die Anregung von Ratsmitglied Johannes Brinkmann aufgegriffen, den Weg am Goldbach entlang bis nach Monzelfeld wieder für Wanderer und Touristen attraktiv herzurichten. Wegen Sachbeschädigungen an der Andeler Hütte bat Kröhner die Bürger darauf zu achten, wer sich dort aufhalte. Durch das Abreißen von Brettern, die verfeuert wurden, oder den zwar erfolglosen aber dennoch zerstörerischen Versuch, das Schloss der Schranke zu knacken, seien der Gemeinde vermeidbare Kosten entstanden.