Gebühren : Stadt Traben-Trarbach macht das Parken teurer

Duch höhere Gebühren und erhofft sie sich Mehreinnahmen von 20 000 Euro. Auch an  Wochenenden muss gezahlt werden.

 Autofahrer, die in Traben-Trarbach ihr Fahrzeug auf einem gebührenpflichtigen Parkplatz abstellen wollen, müssen ab dem 1. April dieses Jahres tiefer in die Tasche greifen. Nicht nur  das: Auch  samstags und sonntags fallen in Zukunft Gebühren an. Städte wie Cochem und  Bernkastel-Kues nehmen schon seit längerem auch an den Wochenenden Parkgebühren.

Gebührenpflichtige Parkplätze befinden sich in Trarbach in der Enkircher Straße, in Traben Im Trehl/Am Bahnhof, vor der VR-Bank und am Alten Bahnhof.

Positiv für die Parker ist im Gegenzug die Regelung, dass von 8 Uhr bis 18 Uhr gezahlt werden muss. Zuvor galt eine gebührenpflichtige Zeitspanne  von 7 bis 19 Uhr.

Die Höhe der Gebühr beträgt in Zukunft  für eine Stunde ein Euro, für jede weitere  halbe Stunde fallen 50 Cent an. Die Höchstparkgebühr beträgt fünf Euro pro Tag. Eine Parkzeit von maximal 30 Minuten ist nach wie vor kostenfrei. Zum Vergleich: Bisher kostet ein Stunde 30 Cent, 1,5 Stunden 50 Cent, 2,5 Stunden ein Euro, 3,5 Stunden 1,50 Euro und 4,5 Stunden zwei  Euro.

Die Stadt erhofft sich durch diese Änderung Mehreinnahmen von rund 20 000 Euro.

Mit der Erhöhung  der Parkgebühren reagiert die Stadt auf eine Forderung der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich. Diese hatte als  Aufsichtsbehörde die Stadt aufgefordert, konkrete Vorschläge aufzuzeigen, wie sie der negativen Finanzsituation entgegenwirken könne.

Die Grundsteuern sowie die Gewerbesteuern  wurden bereits erhöht (der TV berichtete).

Der Stadtrat beschloss ferner die Bildung eines Arbeitskreises „Parkraumbewirtschaftung und Parkraumorganisation“, der sich grundsätzlich mit dem Thema befassen und Vorschläge machen soll. Dem Arbeitskreis gehören  neben dem Stadtbürgermeister, den Beigeordneten und Vertretern aller Fraktionen auch Vertreter des Gewerbevereins, des Hotel- und Gaststättenverbandes, des Bauern- und Winzerverbandes, der Tourist-Information, des Bauhofs und der Verbandsgemeinde-Verwaltung an.

Alle Fraktionen  stimmten der Änderung der Parkplatzgebühren zu - mit einer Ausnahme: Sören Risse (Die Grünen) befürchtet negative Auswirkungen für die Geschäftsinhaber.  Außerdem  würden Autofahrer verstärkt kostenlose Parkplätze in der Stadt suchen. Risse kritisierte  grundsätzlich Gebührenerhöhungen, auch bezüglich der Grund- und Gewerbesteuer. Risse machte aber  keine konkreten Vorschläge, wie die Finanzsituation der Stadt verbessert werden könnte. Diese ist bedrohlich, denn der Schuldenstand beträgt bei den Investitionskrediten 4,8 Millionen Euro und bei den Kassenkrediten 4,2 Millionen Euro. Kassenkredite  gelten als klassische Krisenindikatoren. Ihnen stehen keine Werte gegenüber.

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