Passend zur Landschaft?

Das Neu-Isenburger Konzept stellt die Welt von Menschen mit ökologischem Bewusstsein auf den Kopf. Wer bisher auf Bananen aus Südamerika oder Ananas von den Azoren wegen der damit verbundenen Umweltbelastung verzichtete, kann künftig offenbar - wenn denn die Pläne tatsächlich Realität werden - ohne schlechtes Gewissen die delikaten Meeresfrüchte verspeisen, die ansonsten bisher auch eher eine negative Öko-Bilanz aufweisen.

Shrimps, made im Hunsrück, die ökologisch bessere Alternative? Bestechend ist die Tatsache, dass eine solche Aquakultur tatsächlich in die (Energie-)Landschaft zu passen scheint. Denn die benötigte Energie soll vor Ort produziert werden. Und bei der Wiederverwertung der Rückstände in den Filteranlagen entsteht erneut Energie, ohne, wie das Unternehmen versichert, die Umwelt zu belasten. Dennoch ist zu viel Optimismus fehl am Platz. Von der Idee bis zur Anlage ist noch ein weiter Weg. Das ökologische Argument sticht ebenfalls nur bedingt: Denn die ins Auge gefassten Mengen können kaum im Hunsrück abgesetzt werden. Der Hinweis auf den Flughafen Hahn macht deutlich, dass auch längere Transportwege ins Kalkül gezogen werden. Zu klären ist auch die Grundsatzfrage, ob eine Intensivhaltung wie diese tatsächlich ins MEL-Konzept passt. i.rosenschild@volksfreund.de