Paulinus zu Ehren

BISCHOFSDHRON. Zu den Dörfern, die ihrem Schutzpatron eine besondere Ehre erwiesen haben, gehört auch Bischofs-dhron, der reizvoll gelegene Ort am Fuße des Idarwaldes. Hier ist eine Straße nach dem Heiligen Paulinus benannt.

Als 1980 neue Straßennamen vergeben wurden, haben sie die Hauptstraße dem Heiligen Paulinus, dem Schutzpatron ihrer Pfarrkirche, gewidmet. Die "Paulinusstraße" verbindet die Morbacher Straße (K 122) im Unterdorf mit der Straße Am Klingbach sowie der Idarwald- und Sonnenstraße im Oberdorf. Wie Hans Vogts in: "Die Kunstdenkmäler des Kreises Bernkastel 1935" schreibt, "ist die St. Paulinus-Kirche um 1768 nach Plänen des kurtrierischen Hofbaumeisters Johann Seiz, einem Schüler des berühmten Baumeisters Balthasar Neumann, errichtet worden". Wer das Innere betritt, wird von einer prachtvollen, noch im Urzustand erhaltenen barocken Ausstattung überrascht. Sie weist einen Hochaltar und zwei Seitenaltäre mit Rokoko-Kapitelen auf den Säulen auf. Im Mittelpunkt des Hochaltars ist Mariä Himmelfahrt dargestellt. Auf der linken Seite übt der heilige Paulinus in Bischofskleidung sein Patronat aus, und ihm gegenüber wird der heilige Donatus als Wetterheiliger verehrt. Auf den Seitenaltären sind der heilige Josef und die heilige Katharina abgebildet. Die Kanzel ist ein stilreines Rokokokunstwerk. Ein besonderes Kleinod ist die ebenfalls noch im Original erhaltene Orgel der Gebrüder Stumm aus Rhaunen-Sulzbach aus dem Jahre 1828. Wer die ganze Atmosphäre der St.-Paulinus-Kirche richtig in sich aufnehmen will, sollte dies beim Klang dieses Meisterwerkes tun.

Mehr von Volksfreund