"Peerd dumols un haut"

SALMTAL-DÖRBACH. (peg) Pferde standen im Mittelpunkt des Erntedankfests des Löschzugs Dörbach: Die Reiter des Ortes hatten sich um das ansprechende Rahmenprogramm gekümmert.

In jedem Jahr steht das Erntedankfest des Löschzuges Dörbach unter einem anderen Motto. Diesmal waren es die Pferde, damals und heute. "Peerd dumols un haut" heißt das im Dörbacher Zungenschlag und wurde handfest zelebriert. Pferdeäpfel lagen an allen Ecken, der Duft nach Gäulen hing überall in der Luft, die Kinder genossen Kutschfahrten durchs Dorf, erwachsene Reiter freuten sich über ein breites Angebot an Zubehör rund um ihren Sport. Am Morgen hatten sich rund 70 Reiter mitsamt ihren Tieren segnen lassen. Was vielen jungen und älteren Pferdefreunden vielleicht am besten gefiel: Vor den Augen der Zuschauer zeigten zwei Hufschmiede die hohe Kunst des Beschlagens. Thomas Schüller aus Kelberg hieß der eine. Er hatte einst ein Pferd, an das "niemand herankam". So sei ihm also nichts anderes übrig geblieben, als sein Pferd selbst zu beschlagen - daraus sei dann ein Beruf geworden, berichtet er. Inzwischen hat er sich bei Jochen Biernat außerdem zum Huforthopäden ausbilden lassen. Im Gepäck führte Schüller allerlei Alternativen zum herkömmlichen Eisen aus Kunststoff mit, die auf reges Interesse bei den Besuchern "an da Gaas" stießen. Der zweite Hufschmied war Karl-Heinz Schneider aus Neumagen. Das kulinarische Angebot war dem rustikalen Charakter des Fests vorzüglich angepasst: Schinkenbrote im Saloon, Wildschweinsteaks im Stehen, Stockbrot am Lagerfeuer, Fleischspieße vom Schwenk, dazu vielleicht ein Flammkuchen, Reibekuchen oder ein Gemüsepuffer, alles frisch vor den Augen des Gourmets zubereitet. Erzeuger aus dem Ort reichten dazu wahlweise Honiglikör oder fruchtigen Schnaps. Im nächsten Jahr wartet ein neues, aufregendes Motto: Eine Hausschlachtung ist im Gespräch, wie sie früher an der Tagesordnung waren, verriet einer aus dem Reigen der Organisatoren.