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Perfekte Flötentöne für Klein und Groß

Perfekte Flötentöne für Klein und Groß

Dass zur großen Familie der Flöten viele unterschiedliche Instrumente gehören, davon haben sich kleine und große Zuhörer im Barocksaal des Klosters Machern überzeugen können. Das vierköpfige Flötenensemble "Flautando" aus Köln lud im Rahmen des "Mosel Musikfestivals" das Publikum ein zu einer Reise in vergangene Musikepochen, begleitet von "Julius, dem Flötenspieler".

Wehlen/Kloster Machern. (mbl) Was kommt denn da durchs Publikum? Zwei grell-bunt gekleidete Gestalten schleppen eine riesige "Holzröhre" durch die Reihen. Und aus dieser großen Röhre schlüpft eine kleine Flöte. "Das ist ja toll", staunt "Julius", der auf seinem Weg zur Flötenstunde im Bus eingeschlafen war und die Haltstelle vor dem Haus der Flötenlehrerin verpasste. Daraufhin landete er hier im Barocksaal des Klosters Machern - zur Freude des Publikums.

Margarethe, Hendrik, Miriam und ihre Oma Margarethe aus Trittenheim lassen sich vom Flötenspieler gerne mitnehmen auf seine musikalische Reise in vergangene Zeiten. Zusammen mit Julius, dem "Flötenspieler", machen auch Christel Köper und ihre Enkelin Sophie aus Rachtig sowie Familie Rapp aus Saarlouis die Bekanntschaft mit mittelalterlichen Spielleuten in seltsamen Gewändern, dem Komponisten Johann Sebastian Bach und einem japanischen Mönch.

Besonders die kleinen Zuhörer staunen über das große Repertoire an unterschiedlichsten Flöten, auf denen das Blockflötenquartett "Flautando" mitreißende Tänze, lustige Melodien oder meditative Klänge spielt. Da gibt es ganz komisch aussehende Flöten: winzig kleine, große, gar riesige, gebogene, reich verzierte oder funktionell einfache - "fast wie von Ikea". Das riesige Flötenarsenal überrasche nicht nur die jüngsten Konzertbesucher. Die vier jungen Frauen beeindrucken alle Zuhörer mit ihrem Flöteninstrumentarium, dessen Spiel sie perfekt beherrschen.

So erlebten die Zuhörerfamilien ein kurzweiliges Konzert, einen spannenden und unterhaltsamen Streifzug mit "Julius" durch vergangene musikalische Epochen. Da werden nicht nur den Kleinsten die Flötentöne beigebracht, auch für die Großen ist das "Kinderkonzert" ein "flautantistisches" Erlebnis. Die Musikerinnen verstehen es hervorragend, die Distanz zum Publikum aufzuheben. Und als "Julius" dann doch noch bei seiner Flötenlehrerin ankommt und seine Freunde aus vergangener Zeit vorstellt, gibt es für die hervorragende "Flötenstunde" mehrstimmiges lautes Handgeklapper.