Unglück : Mysteriöser Pferdetod im Straßengraben

Aus bisher ungeklärten Gründen ist ein Pferd bei Monzelfeld aus der Koppel ausgebrochen und gestorben. Die Halterin sucht in den sozialen Medien nach Zeugen und hat Anzeige wegen Tierquälerei erstattet.

 Es war eine Schreckensnachricht. Als das Telefon bei Christiane Bernard-Drantmann zu Beginn der Woche klingelte, war sie geschockt, wie sie dem TV erzählt.

„Ich wollte es gar nicht glauben. Das Pferd, das ich meiner elfjährigen Tochter geschenkt hatte und noch am Vorabend kerngesund war, lag am nächsten Morgen tot am Straßengraben.“

Bernard-Drantmann lebt selbst in Norddeutschland. Sie ist in der Region verwurzelt, stammt selbst aus der Grafschaft Veldenz. „Ich bin vor über 20 Jahren an die Küste gezogen und habe dort ein Hotel übernommen und ausgebaut. Aber unsere Familie bleibt der Mosel und dem Hunsrück verbunden. Wir haben hier Ferienhäuser gekauft und es ist unsere Wahlheimat,“ sagt die Unternehmerin. Deshalb stand das Pferd mit vielen anderen auch im Hunsrück auf der Koppel, damit ihre Tochter,   „Gladiator“, so der Name des Pferdes, im Urlaub reiten kann. Bei dem Tier handelte es sich um einen neunjährigen Dunkelfuchs, polnisches Warmblut, das völlig gesund gewesen sei, so Bernard-Drantmann.

„Daher ist es mir völlig unerklärlich, wie das passieren konnte. Das Pferd war am Vorabend noch völlig gesund. Das ist sehr mysteriös,“ sagt Bernard-Drantmann.

Deshalb hat sie einen Aufruf in Facebook gemacht und sucht nach Zeugen.Die Kommentare sind, wie oft in sozialen Netzwerken, stellenweise sehr emotional. Manche vermuten Tierschänder am Werk, andere sprechen ihr Mitgefühl aus, wiederum andere mahnen zur  Sachlichkeit.

Die Spekulationen über die Todesursache reichen von  einem natürlichen Tod, möglicherweise durch Hitze bedingt über Vergiftung, durch Jakobskreuzkraut, Kolik, Darmverschlingung  bis hin zur Misshandlung. Rund 200 Kommentare waren am Freitag zu zählen, über 800  Mal wurde der Post geteilt. Vor dem Hintergrund dieser lebhaften Reaktionen will der Inhaber der Pferdekoppel auf TV-Nachfrage anonym bleiben. Er versicherte aber, dass das Pferd  keine Verletzungen wie etwa Bisswunden habe. Er schließt ein Fremdeinwirken aus. Das Pferd habe am Vorabend noch gegen 20.30 Uhr völlig gesund und entspannt auf der geschlossenen Koppel gestanden. Am nächsten Morgen sei einem Autofahrer dann das tote Tier aufgefallen und habe das gemeldet.

Christiane Bernard-Drantmann hat inzwischen bei der Polizei Anzeige gegen unbekannt „wegen Sachbeschädigung beziehungsweise Tierquälerei“ erstattet.

Die zuständige Kriminalpolizei in Wittlich bestätigt auf TV-Nachfrage den Eingang der Anzeige. Aus der Schilderung des Vorfalls gehe jedoch nicht hevor, dass es einen strafrechtlichen Hintergrund für den Pferdetod geben könnte, daher gebe es beim aktuellen Stand der Dinge keinerlei Verdachtsmomente.

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