Pferdefest: Bürgermeister und Weinkönigin loben die Veranstalter. Nächstes Jahr ist das Festival wieder willkommen.

Feste und Feten : Pferdefest gerne wieder in Piesport

Bürgermeister und Weinkönigin loben die Veranstalter. Nächstes Jahr ist das Festival wieder willkommen.

„Die Location hat uns völlig überzeugt,“ freut sich der Pferdefest-Veranstalter Roman Bastgen nach dem Festival, das in diesem Jahr zum ersten Mal in Piesport stattgefunden hat. Das zweitägige Musik- und Kulturfestival wurde in den vergangenen Jahren in Bernkastel-Kues gefeiert, zog dann aber wegen Lärmbeschwerden um (der TV berichtete mehrfach).  

Auf einem Gelände  oberhalb von Piesport, mit Blick ins Moseltal, gaben sich internationale und regionale Künstler am vergangenen Wochenende die Klinke in die Hand: Vom japanischen Kult-DJ über eine Londoner Jazz-Band, Berliner Rapper bis zur Punkrockband von der Mosel. „Die Location wurde sehr gut angenommen und unsere Gästezahl war mit etwa 1700 Leuten so wie erwartet. Wir haben auch aus dem Ort positives Feedback erhalten. Es gab auch keine Beschwerden,“ sagt Bastgen.

Für ihn steht fest, dass das Festival auch in Zukunft in Piesport stattfinden sollte. „Wir wollen, soweit das wieder erlaubt wird, in Piesport bleiben,“ erklärt er und lobt zudem die Gäste. „Wir hatten ein cooles Publikum. Viele haben ihren eigenen Müll selbst entsorgt. Das ist wirklich vorbildlich.“  Auch die Künstler seien begeistert gewesen. Bei der Zahl von 1700 Gästen mit 300 Künstlern, Helfern und geladenen Gästen wollen die Pferdefest-Macher in Zukunft bleiben. Bei mehr Zuschauern müsste auch der Platz zum Campen  erweitert werden, was aber nicht ohne weiteres möglich sei. Deshalb werde man die Zahl der Tickets im nächsten Jahr kontingentieren.  Die etwa 70 000 Euro Kosten für die Bands habe man decken können. „Das ging gerade so auf und das ist ok,“ sagt Bastgen. Rund 100 ehrenamtliche Helfer haben beim Festival, das von einem gemeinnützigen Inklusions-Verein veranstaltet wird, mitgearbeitet. „Das ging an den zwei Tagen von morgens 10 Uhr bis zum nächsten Morgen um 5 Uhr,“ erklärt Bastgen. Da man zur vereinbarten Ruhezeit in das Festzelt gezogen sei, habe es auch keine Lärmbeschwerden gegeben.

Das bestätigt auch Piesports Ortsbürgermeister Stefan Schmitt: „Bis heute sind weder bei mir, noch in der Touristinfo bzw. im Gemeindebüro Beschwerden eingegangen. Auch von den zuständigen Behörden, wie etwa Polizei und Ordnungsamt, sind mir keine Beschwerden bekannt.“ Es sei ein friedliches Festival mit viel Musik unterschiedlicher Stilrichtungen gewesen, bei dem viele Menschen Spaß hatten. Das wirke sich auch positiv auf den Tourismus aus. Schmitt: „Es waren viele Gäste auch von weither angereist, die erstmalig an der Mosel waren. Sie waren begeistert von der grandiosen Aussicht, die man vom Festivalgelände an der Piesporter Hütte auf unsere Moselschleife und die Weinberge hat. Es ist davon auszugehen, dass diese Festivalbesucher zu Hause von der tollen Landschaft erzählen und möglicherweise auch selbst als Gäste wiederkommen. Weiterhin wurde auf dem Festival auch Wein angeboten, was ebenfalls gut ankam. Als direkten Effekt haben natürlich auch Festivalbesucher im Ort geschlafen und sich verpflegt.“

Schmitt zieht ein „sehr positives Fazit“ und lobt die gute Kooperation und die hohe Professionalität der Veranstalter, wobei das Festival seinen alternativen und außergewöhnlichen Charakter behalten habe. Ob das Fest noch einmal in Piesport stattfinden könne? Schmitt: „Auf Grund des aus meiner Sicht positiven Verlaufs des Festivals sind die Veranstalter zu einer Wiederholung herzlich willkommen.“

Einen überraschenden Gastauftritt hatte übrigens Piesports Weinkönigin Kristina I, als sie mit ihren Prinzessinen am Samstagabend von den Berliner Rappern von Shacke One während ihres Auftritts kurzerhand auf die Bühne gerufen wurde. Wie es dazu kam, erklärt Kristina I.: „Das war wirklich eine ganz witzige Sache. Meine Prinzessinnen haben die Herren aus Berlin Freitagabend auf einem Weinhöfefest kennengelernt, worauf wir alle dann zu ihrem Auftritt eingeladen wurden.“ Sie seien alle von der großzügigen Fläche des Festivalgeländes erstaunt gewesen. Kristina: „Es war ja tatsächlich mein erster Besuch auf dem Pferdefest und ich war begeistert. Sehr nette Menschen, verrückte Musik, tolle Location und jede Menge Farben!“

Mehr von Volksfreund