Pferdefest erstmals in Piesport: Breites Musik- und Kunstangebot mit Bands aus Israel, Berlin und von der Mosel.

Feste und Feten : Pferdefest feiert Premiere in Piesport

Nicht kommerziell und speziell:  Das Festival des Vereins für Kunst, Kultur und Inklusion hat einen neuen Standort.

Junge Musiktalente, Geheimtipps aus Israel, London, Berlin und aus der Region werden vom 9. bis 11. August im idyllischen Moselort Piesport drei Tage lang zu hören und zu sehen sein. Das Line-Up der 13. Ausgabe des kultigen Pferdefestes kann sich in diesem Jahr sehen lassen und braucht keinen Vergleich mit internationalen Festivals zu scheuen. Einer der Headliner ist die Formation Steam Down aus London, die erst kürzlich den „Innovation Award“ des internationalen Jazz-Preises „Jazz FM“ gewonnen haben. Die Band hat sich 2017 in London gegründet, tourt derzeit durch Großbritannien - und macht zum Pferdefestival einen Abstecher nach Piesport.

Melodischen und tanzbaren Funk wird Hush Moss aus Israel liefern.  Die Berliner Kiez-Größe Shacke One steuert erdigen Straßen-Hip-Hop bei. Sogar auf dem Tourplan des japanischen Singer/Songwriter Kenta Hayashi, der in diesem Sommer in Berlin, Malta, Budapest und Brüssel auftritt, ist das Pferdefest vermerkt. Die Mosel-Punk-Rock-Legende Hagbard Celine fehlt ebenso wenig im Angebot des Festivals, das in diesem Jahr erstmals oberhalb von Piesport auf einem großen Freigelände vom 9. bis 11. August stattfindet. Die Veranstalter rechnen mit 2500 Besuchern.

Wie schaffen es die Pferdefest-Macher, solch bekannte Künstler an die Mosel zu ziehen? „Das hängt damit zusammen, dass viele von uns mittlerweile in größeren Städten arbeiten, aber noch immer unserer Heimat sehr verbunden sind. So nutzen wir unsere Kontakte, um Künstler zu finden. Viele Musiker kommen gerne, weil unsere Landschaft so einzigartig ist und sind bereit, uns bei der Gage entgegenzukommen,“ sagt Roman Bastgen, der das Pferdefest seit seiner Premiere mitorganisiert. Das wird von einem Verein getragen, der sich für Inklusion einsetzt. „Wir sind eben kein kommerzielles Festival. Wir sind auch sehr speziell, ich glaube nicht, dass es ein vergleichbares Festival in Westdeutschland gibt,“ ergänzt Bastgen. Denn das Pferdefestival ist nicht einfach ein Open-Air-Musikfestival, sondern bietet auch Kleinkunst. Außerdem kleiden sich die Besucher des Festivals möglichst verrückt und bunt, ähnlich wie beim weltweit bekannten „Burning Man Festival“ in der Wüste Nevadas. Ursprünglich wurde das Festival meist in Bernkastel-Kues gefeiert, wechselt aber in diesem Jahr nach Piesport.

„Hoch über dem Ort haben wir eine wunderschöne Waldlichtung mit Panoramablick über das Moseltal gefunden, die Raum für Musik, Kunst und Vielfalt bietet sowie die Vorteile der vergangenen Standorte kombiniert: Die Energie der ersten Veranstaltungen in der Güterhalle wird sich im Zirkuszelt wiederfinden, in dem auch dieses Jahr die Stimmung wieder zum Kochen gebracht werden soll.  Der Ausblick der neuen Location auf das Moseltal erinnert an die spezielle Aussicht, die schon den Standort an der  Jugendherberge in Bernkastel-Kues auszeichnete. Auch bietet die neue Location ausreichend Platz zum Zelten oder zum Übernachten im Camper,“ erläutert Mit-Veranstalterin Lena Rogler.

Der Zugang zum Zeltplatz ist im Ticketpreis enthalten. Außerdem verkehren Shuttlebusse zwischen Festivalgelände, Eifel, Mosel und dem Hauptbahnhof Wittlich, um die Anreise zum Gelände so einfach wie möglich zu gestalten. Der Zeltplatz öffnet freitags um 13 Uhr und das Festivalgelände um 17 Uhr.

Da das Pferdefest für die eine oder andere Überraschung bekannt ist, hat sich der Veranstalter auch dieses Jahr wieder etwas ausgedacht. Am Samstag wird es eine große Parade voller Highlights geben, bei der man entweder aktiv mitmachen oder auch einfach zuschauen und genießen kann.

Für das kulinarische Wohl sorgen erneut mehrere Essensstände, regionale Winzer werden die Festivalgäste wie üblich  mit Moselwein versorgen.

In diesem Jahr gibt es die Möglichkeit, Shuttlebusse für Hin- und Rückfahrt zu nutzen. Festivaltickets inklusive Shuttle-Option gibt es nur noch bis 15. Juli. Die Shuttlebusse ab Hauptbahnhof Wittlich fahren freitags zum Pferdefest und sonntags zurück. Im Bereich Mosel und Hunsrück fahren täglich Shuttlebusse zum Festivalgelände und nachts zurück. Genaue Zeiten werden noch bekannt gegeben.

In folgenden Orten halten die Busse: Andel, Bernkastel-Kues, Brauneberg, Gonzerath, Graach, Kesten, Klausen, Leiwen, Lieser, Longkamp, Maring-Noviand, Monzelfeld, Morbach, Mülheim, Neumagen, Osann-Monzel, Piesport, Wehlen, Wittlich, Wintrich und Zeltingen-Rachtig.

Ticketpreise: Festivalticket inklusive Camping (ohne Shuttle): 45 Euro; mit Shuttle: 50 Euro.

Wegweiser beim Pferdefest in Bernkastel-Kues. Foto: TV/Marc Föhr
Pferdefest in Bernkastel-Kues. Foto: Marc Föhr. Foto: TV/Marc Föhr

Mehr Infos: www.pferdefest.de; Facebook: @pferdefest; Instagram: @pferdefest;Tickets: www.tickets.pferdefest.de

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