Pflaster-Misere: Ende in Sicht
Falls nichts dazwischen kommt, könnte das fehlerhafte Pflaster des Manderscheider Markplatzes noch in diesem Jahr ersetzt werden. Der Stadtrat entscheidet am 2. November, welche Steine dafür verwendet werden sollen.
Manderscheid. Wenn alles gutläuft, könnte die Misere um das neue, aber fehlerhafte Manderscheider Marktplatzpflaster noch in diesem Jahr beendet werden. Doch dafür müsste zuvor einiges passieren.
Zunächst muss der Stadtrat in seiner Sitzung am Montag, 2. November, entscheiden, welche Steine für das neue Marktplatzpflaster bestellt werden sollen. Eine Vorauswahl wurde bereits getroffen. Stadtbürgermeister Günter Krämer sagte auf TV-Anfrage: "Bei einem Ortstermin mit dem Gutachter und etwa einem Dutzend Stadtratsmitgliedern haben wir uns auf einen Stein festgelegt."
Da sich nicht der gesamte Rat an dem Termin habe beteiligen können, werde die endgültige Entscheidung in der kommenden Sitzung fallen. Laut Krämer sollen die neuen Granitsteine heller sein als die anthra zitfarbenen Steine der Musterfläche hinter dem Rathaus (siehe Foto). Eventuell sollen auch mehrere Farben verwendet werden. Das neue Pflaster solle ebenmäßiger sein als das derzeitige Marktplatzpflaster, jedoch nicht ganz so glatt wie die Steine der Musterfläche.
Sobald der Rat entschieden hat, sollen die ausgewählten Steine bestellt werden. Krämer: "Laut Firma soll die Lieferzeit überschaubar sein." Komme es im November nicht zu Frost, könne das Pflaster noch 2009 verlegt werden.
Der Stadtbürgermeister versichert: "Das ist kein Riesenaufwand. Der Untergrund ist schon bearbeitet, und die Steine müssen nur ausgetauscht werden. Es werden keine großen Baumaschinen mehr benötigt." Das Manderscheider Marktplatzpflaster wurde im Februar 2008 fertiggestellt, stieß dann jedoch auf Kritik. Zu holprig, die Fugen zu breit, hieß es. Ein Gutachten ergab, dass das 180 000 Euro teure Pflaster nicht dem entsprach, was die Verwaltung bestellt hatte. Mit der Pflaster-Firma wurde vereinbart, dass die Steine für die Stadt kostenneutral ausgetauscht werden. Das war im Juni 2008. Mehr als ein Jahr lang hatte der Rat dann wegen Lieferproblemen auf die Musterfläche warten müssen. Sie wurde von der Mehrheit des Rats als zu dunkel abgelehnt.