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Piesport hofft auf Geld aus Brüssel für geplantes Villenprojekt

Piesport hofft auf Geld aus Brüssel für geplantes Villenprojekt

Mit Geld von der EU will sich Piesport am sogenannten Villenprojekt beteiligen, dessen Ziel es ist, Bauwerke aus der Römerzeit zu vernetzen, um sie touristisch besser vermarkten zu können.

Piesport. Einstimmig hat der Ortsgemeinderat Piesport beschlossen, Mittel aus dem europäischen Leaderprogramm zu beantragen. Die Gemeinde will sich ins "Villenprojekt" einklinken, dessen Ziel eine Vernetzung römischer Bauwerke wie Gebäude, Gutshöfe und Kelteranlagen ist. In Kooperation mit den zuständigen Gemeinden sollen die Villen touristisch besser in Szene gesetzt werden. Bindeglied der Stationen ist ein imaginärer römischer Händler, der mit seinem Sohn an den Villen haltmacht und Besucher in die Zeit der Antike eintauchen lässt.
Nach Auskunft von Claus Dürrmann, Verkehrsamtsleiter der Verbandsgemeinde Neumagen-Dhron, hat ein Bonner Planungsbüro Ideen für einzelne Stationen erarbeitet. Vorgeschlagen für Piesport sind drei Module - je eines für die Kelteranlage, das Bürgerhaus in Alt-Piesport und den Schiffsanleger. Für die restaurierte Kelteranlage, schon heute ein touristischer Anziehungspunkt, ist ein Multimediagerät vorgesehen, das über die Geschichte und den Standort informiert. Für das Bürgerhaus wird der Ausbau eines römischen Kellers angeregt, in dem zur Aufführung eines antiken Krimis römisches Essen serviert werden könnte. In der Nähe von Keller und Kelter könnte zudem am Moselufer ein römischer Schiffsanleger gebaut werden, so dass auch der Weinschiffnachbau Stella Noviomagi einbezogen werden könnte.
Die Kosten für die drei Bausteine sind mit 82 600 Euro kalkuliert, zu denen über Leader bis zu 55 Prozent fließen würden. Das Infomodul soll etwa 20 200 Euro kosten, die Umwandlung des Kellers und die Entwicklung des Schauspiels 22 400 Euro und der Steg 40 000 Euro. urs