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Piesport setzt auf die Dorferneuerung

Piesport setzt auf die Dorferneuerung

Binnen eines Jahres hat sich in Piesport einiges verändert. Mit dem Ja zur Beteiligung an Kindergarten-Erweiterung und Pfarrheim-Neubau hat die Mosel-Gemeinde zudem entscheidende Weichen für die Zukunft gestellt.

Piesport. (urs) Gleich mehrere bedeutsame Projekte hat Piesport in den vergangenen Monaten auf die Beine stellen können. Nicht nur, dass der lang ersehnte Wohnmobil-Stellplatz endlich Geld in die Gemeindekasse bringt. Auch der Bau des Großmarkts am Kreisel macht Riesenfortschritte. Auf circa 1300 Quadratmetern werden dort künftig Lebensmittel und Getränke angeboten, was voraussichtlich 30 Personen einen Arbeitplatz sichern wird.

Aber auch die Sportbegeisterten des Dorfes haben Grund zur Freude. Mit dem neuen Kunstrasenplatz wurden nämlich seit Jahren gehegte Träume der Grundschulgemeinde Wirklichkeit. Denn das neue Sportzentrum wartet nicht nur mit einem Kunstrasenplatz auf, sondern auch mit Beachvolleyball-Feld, Kurzstreckenlaufbahn und modernem Kunststoffbelag-Bolzplatz.

Neben solchen Vorzeige-Projekten erscheint der Beginn des dorftypischen Ausbaus der Straße "Im Pützbungert" fast schon nebensächlich. Für die Anlieger kommt dem jedoch ein besonderer Stellenwert zu. Und das nicht nur wegen der rein optischen Aufwertung. Ihre Straße ist auch die erste im Ort, die nach dem System der "Wiederkehrenden Beiträge" abgerechnet wird. Sprich, die Kosten werden auf die Schultern aller Eigentümer im Ort verteilt.

Erst kürzlich hat der Gemeinderat das Ende der "einmaligen Ausbaubeiträge" beschlossen, die für viele Anlieger kaum mehr zu finanzieren sind.

Für die Zukunft fasst die Gemeinde laut Ortsbürgermeister Karl Heinz Knodt die "Aktivierung und Überarbeitung unseres Dorferneuerungskonzeptes" ins Auge. Unabhängig davon soll die durch den Ort führende Bundesstraße verkehrsberuhigt ausgebaut werden.

Aber auch entlang der Mosel wird sich etwas tun. Ziel ist eine bessere Nutzung des Moselvorlandes. Gefeilt worden ist zudem am Piesporter Wanderwegenetz, für das ein neues Konzept erarbeitet wurde.

Darüber hinaus wird sich die Gemeinde an zwei kirchlichen Projekten beteiligen. Zum einen an der Erweiterung des Kindergartens St. Martin, der künftig auch Kleinkindern offen stehen soll, zum anderen am Neubau des benachbarten Pfarrheims. Das heutige Pfarrheim — zwischen Kindergarten und dem künftigen Neubaustandort — soll abgerissen werden. Im Gegenzug wird allerdings der eingruppige Kindergarten in Alt-Piesport geschlossen. Unterm Strich zieht Ortsbürgermeister Knodt eine erfreuliche Bilanz: "Alle geplanten Vorhaben sind vom Rat beschlossen und werden umgesetzt."