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Piesporter Tourismus pflegt alte Angebote und schafft neue

Piesporter Tourismus pflegt alte Angebote und schafft neue

Als Weinbau- und Tourismus-Gemeinde behält Piesport die Angebote für die Gäste des Dorfes im Blick. In diesem Jahr stehen mindestens zwei neue Punkte auf dem Programm: Schifffahrten mit dem Nachbau eines römischen Weinschiffs und eine Briefmarkenaktion für Kommunen sollen nicht nur Erlebnisse für Gäste und Wanderer bieten, sondern auch eine Bereicherung für die Gemeinden sein.

Piesport. 24-Stunden-Wanderer werden 2015 erstmals nahe Piesport Halt machen. Die Route der Wein- und Ferienregion Bernkastel-Kues führt zwar nicht durch den Ort, aber zum Minheimer Schutzhaus. An der neuen Erlebnisstation sollen Aus- und Einblicke wie in die römische Geschichte der Region die Besucher erwarten. Was genau geboten wird, steht noch nicht fest - wohl aber der Wandertermin: Samstag und Sonntag, vom 2. auf den 3. Mai, im Rahmen der Wanderwoche Bernkastel-Kues.
Durch den Ort führt seit etwa sechs Jahren eine "Zeitreise" mit Etappen in Alt-Piesport an der St.-Michael-Kirche, dem Ausoniusufer und der Römischen Kelteranlage. Laut Ortsbürgermeister Stefan Schmitt ist die historische Gästeführung durch den Ort inzwischen weniger rege gefragt. Der Wein- und Touristikausschuss will diesen Trend hinterfragen und entsprechend gegensteuern. Die anderthalbstündigen Touren sollen weiterhin möglichst alle 14 Tage angeboten werden. Parallel dazu könnten ab 2015 erstmals regelmäßige Fahrten mit der Stella Noviomagi, dem Nachbau eines römischen Weinschiffs, angeboten werden. Im vorigen Jahr wurde dafür ein Anleger gebaut, von dem auch Gästeführungen starten könnten.
Mit der Briefmarken-Aktion der Verbandsgemeinde ist ein weiteres Angebot im Gespräch, das nicht nur die Gäste der Gemeinde, deren Wohnmobilstellplatz immer gut belegt ist, betreffen soll. Kommunen können sich Marken mit Wunsch-Motiven drucken lassen. Die von der Auflagenhöhe abhängigen Kosten werden sich laut Schmitt voraussichtlich pro Briefmarke um etwa zehn Cent bewegen. Ob die Gemeinde, die über den Verkauf nicht zurückfließenden Mehrkosten tragen sollte, wird der Ortsgemeinderat entscheiden.
Außerdem empfiehlt der Ausschuss, verstärkt im Internet um Gäste zu werben, also auf "online statt print" zu setzen. Andererseits wird überlegt, ein Faltblatt drucken zu lassen, auf dem örtliche Zimmervermieter - unabhängig von Anzeigen im Prospekt der Verbandsgemeinde - für sich werben könnten. urs