Piraten unterwegs auf Ameland

WITTLICH-BOMBOGEN/LÜXEM. (red) Zwei abenteuerliche Wochen verbrachten die 46 Teilnehmer der Ferienfreizeit der Seelsorgeeinheit Bombogen/Lüxem auf der holländischen Nordseeinsel Ameland.

Angeregt durch die alte Walfangtradition in Hollum spielte das Leben der Seefahrer, Kapitäne und Piraten eine besondere Rolle bei der Programmgestaltung der Ferienfreizeit der Seelsorgeeinheit Bombogen/Lüxem auf der holländischen Nordseeinsel Ameland. So lieferten die Bewerber beim Anheuern für den Piratentag ein selbst gestaltetes Piratentuch, Seeleutewissen und einen Anheuerungsbogen, auf dem sie zur Bio-Piraterie Stellung bezogen hatten. Zudem wurden Seemannsknoten geübt und auf ein Knotenbrett festgeklebt. 46 Kinder und Jugendliche nahmen in diesem Jahr an der Ferienfreizeit auf Ameland teil. Um die Neun- bis Fünfzehnjährigen kümmerte sich ein 13-köpfiges Team aus Betreuern und Küchenleuten unter der Leitung von der Gemeindereferentin Jutta Schmitz. Die Insel hatte für die Urlauber viel zu bieten. Beim "Wadlopen" vom Festland zur Insel durften nur Ältere teilnehmen, die mindestens 1,65 Meter groß waren. Als Priele durchwatet wurden mit einer Tiefe von 1,50 Meter, war allen glasklar, warum dies so geregelt war. Mut beweisen konnten die Älteren bei Mitternacht, als "die Graukatze durch die Dünen schlich" und Wegabschnitte im Dunkeln alleine gegangen wurden. Die Jüngeren erfuhren bei ihrer Nachtwanderung, dass die vergrämte Hexe Rixt auch heute noch manchmal bei Sturm am Strand entlang zieht. Um Spürsinn ging es bei dem Geländespiel, das im Wald um den Leuchtturm in sechs Gruppen stattfand. Außerdem standen auf dem Programm: Eine Exkursion zur Nachbarinsel Terschelling, Wattwandern, der Besuch des Naturkundezentrums und des kulturhistorischen Sorgdrager Museums, die Vorführung des Rettungsbootes "Abraham Fock", eine Fahrt zur Robbeninsel und zur Muschelbank, eine Radfahrt durch die Dünen und natürlich Baden in der Nordsee.