Pläne liegen auf Eis

Die Grundschule in Kues könnte verpflichtende Ganztagsschule werden. Einige Eltern fühlen sich aber überrumpelt. Sie wollen, dass das Ganztags-Angebot, wie bisher, auf freiwilliger Basis fortgeführt wird. Im Januar wird in der Schule ein Info-Abend sein.

Bernkastel-Kues. (cb) Die Pläne für eine verpflichtende Ganztagsschule an der Grundschule in Kues liegen erst einmal auf Eis. Wie berichtet (TV vom 11. Dezember), hat die Schule das Angebot bekommen, aus dem seit dem Schuljahr 2002/2003 bestehenden freiwilligen Ganztagsangebot ein verpflichtendes zu machen. Allerdings hatte Rektorin Stephanie Reiter den Zeitfaktor unterschätzt. Sie wollte die Eltern erst im Januar 2008 umfassend informieren, rechnete aber nicht damit, dass sich der Verbandsgemeinderat vorher mit dem Thema beschäftigen wollte. Es gab Irritationen bei den Eltern, die ihr Kind bereits vor einigen Monaten für die Regelschule angemeldet hatten. Daraufhin wurde die Info-Veranstaltung auf den Tag vor der VG-Rats-Sitzung terminiert.Die Eltern wandten sich an Bürgermeister Ulf Hangert und teilten ihm ihre Bedenken und den Wunsch mit, die Ganztagsschule in ihrer bestehenden Form zu erhalten. Daraufhin wurde das Thema von der Tagesordnung des VG-Rats abgesetzt. Die Informationsveranstaltung in der Schule wurde auf den 16. Januar verschoben. Dort wird es auch eine Abstimmung geben, kündigte Stephanie Reiter an. Bis dahin will sie unter anderem in den Kindergärten das Modell "verpflichtende Grundschule" vorstellen und Meinungen sammeln. Fest steht aber schon, dass die Kinder, die für die Regelschule angemeldet sind, in Kues eingeschult werden — unabhängig davon, ob die Schule dann verpflichtende Ganztagsschule wird. Nach Auskunft von Stephanie Reiter und Ulf Hangert ist allerdings davon auszugehen, dass das Projekt "Verpflichtende Ganztagsschule" frühestens zum Schuljahr 2009/2010 zum Tragen kommen wird.