Planung läuft für Badsanierung

KRÖV. Innenminister Bruch hat der Gemeinde Kröv für das Freibad Mittel aus dem Strukturprogramm des Landes zugesagt (der TV berichtete). Aus diesem neu aufgelegten Programm sollen landesweit vier oder fünf Freibäder gefördert werden. Das Geld für die Sanierung des Kröver Bades soll noch in diesem Jahre fließen. Ortsbürgermeister Elmar Trossen will jetzt die erforderliche Planung auf den Weg bringen, um noch in diesem Jahr mit den Sanierungsarbeiten beginnen zu können.

In der Gemeinderatssitzung Kröv dankte Ortsbürgermeister Trossen Bürgermeister Otto Maria Bastgen für dessen großes Engagement in Sachen Schwimmbad. Für Kröv und seine Gästewerbung sei der Erhalt des Freibades unbedingt erforderlich, sagte Trossen. Die Gemeinde müsse nun ihre Hausaufgaben machen und die Planung des zweiten Bauabschnittes realisieren. Nach dem der ersten Bauabschnitt in den Jahren 1997/1998 mit der Sanierung des Schwimmerbeckens durch Edelstahlauskleidung sieht der zweite Bauabschnitt die Erneuerung und Modernisierung des Nichtschwimmerbeckens einschließlich der technischen Anlagen, die Sanierung der Rutsche, die Erneuerung und Modernisierung des Kleinkinderbeckens inklusive Schwallwasserbehälter und technischer Anlagen, die Erweiterung des Filterkellers und die Modernisierung der Freibad-Umkleide sowie des Eingangsbereiches vor. Nach Aussage von Architekt Klaus Erasme (Kordel) befindet sich die Planung noch im Entwurfsstadium. Zu den Kosten konnte Erasme deshalb noch keine Angaben machen, da die Planung noch weiter beraten wird und eine endgültige Konzeption noch aussteht. Der Architekt sieht wegen der weiter fortschreitenden, gravierenden Schäden im Nichtschwimmer- sowie im Kleinkinderbecken und dem damit verbundenen hohen Wasserverlust einen unbedingten Handlungsbedarf. Die Schäden an der Folienauskleidung und die Korrosionen an den im Erdreich verlegten Leitungen verursachen laut Erasme einen sehr hohen, nicht mehr zu vertretbaren Verlust an aufbereitetem, erwärmtem Beckenwasser von zirka 6400 Kubikmeter pro Freibadsaison. Auch die technischen Anlagen der Warmwasseraufbereitung entsprächen nicht mehr den geltenden Vorschriften. In der Vergangenheit kam es daher mehrmals zu Limitierungen der täglichen Badbesucher-Zahl. Außerdem sei eine Erweiterung der Filteranlagen um drei zusätzliche Filter unumgänglich. Der Vorentwurf von Architekt Erasme sieht neben den vorgenannten Maßnahmen eine Neugestaltung des Mutter-Kind-Bereichs und die Neugestaltung der Freibadumkleide vor."Kröv braucht kein extravagantes Bad"

An dem vom Architekten vorgetragenen Planentwurf monierten einige Ratsmitglieder die Planung des Mutter-Kind-Bereichs und die Freibadumkleide als zu großzügig. Hier seien die geplanten Maßnahmen zu kostenintensiv. Ratsmitglied Rüdiger Löwen: "Kröv braucht kein extravagantes, sondern ein funktionelles Bad." Auf Vorschlag von Bürgermeister Bastgen wird für die weiteren Planungsberatungen ein Arbeitskreis installiert, der sich wie folgt zusammensetzt: Bürgermeister Bastgen, Ortsbürgermeister Trossen, Karl-Heinz Lenard, Rainer Trossen (SPD), Irma Römer, Martin Rolff (FDP), Bernward Helms-Derfert, Eugen Klein und Desiree Beth (CDU). Der Arbeitskreis wird mit dem Architekten möglichst bald einen beschlussreifen Plan vorlegen.