Platz für mehr Becher

Wie ein grasgrüner Klotz steht das markante Gebäude auf freiem Feld in Lutzerath (Kreis Cochem-Zell). Wer genau hinschaut, sieht ein großes Gerüst aus Stahlstreben, Handwerker sind zugange: Es wird angebaut.

Lutzerath. 600 Tonnen Stahl, sechs Millionen Euro und mehrere Monate harte Arbeit stecken in dem Rohbau des neuen Hochregallagers in Lutzerath. Das Unternehmen Huhtamaki in Alf erweitert sein bereits bestehendes Eifeler Lager um 12 000 Stellplätze und feiert nun bereits Richtfest am Bau.

Zukünftig bietet das Lager insgesamt 36 000 Plätze, in denen überwiegend Automatenkaffeebecher lagern, die in Alf produziert werden. Einmal pro Stunde pendelt täglich ein Lastwagen zwischen dem Produktionsstandort Alf und dem Lager Lutzerath und lädt Paletten auf und ab, die elektronisch im Hochregal gestapelt werden. Aus dem Eifeler Lager werden die Kaffeebecher und andere Kunststoffprodukte in alle Welt versandt.

"Lutzerath ist unser Zentrallager. Von hier aus liefern wir an Kunden bis nach Neuseeland", sagt Dietmar Johann, Projektleiter des Neubaus und Leiter des Werks in Alf. Darüber hin aus werden auch in Spanien produzierte Kunststoffprodukte in Lutzerath zwischengelagert.

In Alf arbeiten 440 Mitarbeiter, die jährlich sechs bis sieben Milliarden Kunststoff-Artikel für die Industrie und den Endverbraucher produzieren. Neben den Kaffeebechern, die den größten Anteil ausmachen, stellen die Mitarbeiter etwa Kunststoffgeschirr, Salatschalen, Pommes-Frites-Tüten und Molkereiverpackungen wie Joghurtbecher her. Alf zählt im Konzern zu einem der produktionsstärksten Standorte, so Johann.

Warum man sich für Lutzerath als Standortlager entschieden hat? "Von der Logistik her ist das günstig", so Johann. "Es ist von Alf aus das nächste Gewerbegebiet."

Stolz ist man bei Huthamaki nun auf den zügigen Bau. "Wir werden noch in diesem Jahr die erste Palette lagern", versprach Dietmar Johann auf dem Richtfest, zu dem Huhtamaki nicht nur das Management des Alfer Werkes, sondern sämtliche am Bau beteiligten Handwerker eingeladen hatte. Und Johann verspricht auch, dass das Gebäude, wenn es verkleidet ist, wieder "so schön grün" aussehen wird.