Platz für neue Heimat in Wengerohr

Platz für neue Heimat in Wengerohr

Ein Baugrundstück in zentraler Lage: Das ist in Wittlich und seinen Stadtteilen begehrt. In Wittlich kamen zuletzt Konversionsgrundstücke und die Flächen bei St. Paul auf den Markt und aktuell das Neubaugebiet Hofflürchen II in Bombogen voran. Für Wengerohr hat der Stadtrat die Umwandlung eines Sportplatzes in ein Wohngebiet einen Schritt weitergebracht

Wittlich. Wittlichs größter Stadtteil mit 2800 Einwohnern ist Wengerohr. Darüber hinaus bietet das frühere Dorf an der Bahnstrecke Koblenz-Trier ungewöhnlich viele Arbeitsplätze durch seine Lage am Industrie- und Gewerbegebiet mit großen Firmen wie Dr. Oetker. Die Pizzafabrik bietet allein 1300 Arbeitsplätze.
Kein Wunder, dass Wengerohr auch ein beliebtes Wohngebiet ist. Dass eine Umwandlung im Bildungssektor dabei zu Baugrundstücken führt, daran hätte man vor ein paar Jahren sicherlich aber im Stadtteil nicht gedacht: Die Entwicklung beginnt so: Es war einmal eine Hauptschule, die wurde Duale Oberschule, die wurde aufgelöst und zum Übergangsdomizil für Gymnasiasten vom Peter-Wust-Gymnasium und für Kindergarten-Kinder unter anderem aus Wittlich und heute beherbergt sie das Bildungszentrum Eifel-Mosel für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen mit Platz für 380 Schüler. Das ist seit einem Jahr so, und die Immobilie gehört der Stadt. Die heutigen Schüler haben keinen Sportunterricht der klassischen Art auf dem Stundenplan und deshalb ist Platz übrig. Genauer gesagt der alte Sportplatz hinter dem Schulgebäude. Auf dem soll sich was tun. Das Gelände ist in zwei Abschnitte unterteilt.
Der erste hat 15 600 Quadratmeter. Dort sind schon elf Bauparzellen und ein Kindergartenneubau auf einem Plan eingezeichnet, der jetzt nochmals im Stadtrat Thema war. Dieser hatte zu beschließen, wie das Gebiet erschlossen wird, also wie unter anderem eine neue Straße zu den künftigen Häusern aussehen soll. Sie soll von der jetzigen "Zur Spitz" abgehen. Etwas weiter daneben liegen noch 5400 Quadratmeter mit Platz für sieben Baugrundstücke: Das ist das aktuelle Kitagelände von St. Peter. Diese Kita wird abgerissen, wenn der Neubau fertig ist. Er soll acht Gruppen für 150 Kinder beherbergen. Die Pläne sind nicht nur auf Zustimmung gestoßen. Unter anderem hatten Wengerohrer eine Zunahme an Verkehr in ihren jetzigen ruhigen Wohnstraßen befürchtet (der TV berichtete).

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