Plein wird Wittlich sein

Wen interessieren schon langweilige und unwichtige Dinge wie Stadtentwicklung, Innenstadtbelebung oder ausreichend Betreuungsmöglichkeiten für Kinder? Oder am Ende so ein Quatsch wie die Frage, wo welche Schule ist?

Solch essentielle Dinge wie die Beigeordnetenfrage stehen da eher im Vordergrund. Und so liefern sich Wittlich FWG und Grüne einen munteren Kleinkrieg. Es scheint ja entscheidend wichtig zu sein, wer bei Stadtratssitzungen den Bürgermeister vertreten darf, wenn dieser sich die Hände waschen gehen muss. Wenn das so weitergeht, kommt im bisher eher unterhaltungslosen Wittlicher Sommertheater bald der Vorschlag, Altrich und Platten einzugemeinden. Denn analog zur Mallorca-wird-Bundesland-Diskussion ist es Fakt, dass in beiden Orten viele Wittlicher wohnen. Sie fühlen sich sozusagen zu diesen Orten hingezogen. Die Eingemeindung hätte einen entscheidenden Vorteil. Mit den beiden Orten und noch ein paar weiteren wie Plein, Hasborn oder Salmtal dazu hätte Wittlich bald so viele Einwohner, dass drei Beigeordnete nicht reichen. Dann wären fünf vonnöten. Und jede Fraktion im Stadtrat würde ihren Beigeordneten bekommen.

Oder steckt hinter dem FWG-Grünen-Hickhack mehr? Denn schließlich könnte sich die Stadt nach dem Wegfall der Kulturamtsleiterstelle wieder einen hauptamtlichen ersten Beigeordneten leisten. So etwas braucht Wittlich unbedingt.

Oder wäre es interessanter, von Grünen, FWG und den anderen etwas dazu zu hören, wie es beispielsweise mit dem PWG weitergehen soll? Wohl nicht, das ist zu nebensächlich angesichts der Frage, wer in Bürgermeister-Auszeiten das Zepter schwingen darf.