Porzellan und Kleinmöbel vor tollem Ambiente

Kultur : Porzellan und Kleinmöbel vor tollem Ambiente

Mehr als 10 000 Besucher haben den Floh- und Antikmarkt vor dem Kloster Springiersbach besucht. Der ausrichtende Musikkreis Springiersbach nutzt die Einnahmen zur Finanzierung seiner klassischen Konzerte.

Am Stand von Stefan Conti aus Bernkastel-Kues wird eifrig gehandelt. „Was kostet die CD“, fragt ein Besucher des Flohmarktes am Kloster Springiersbach. „Zwei Euro.“ „Ich gebe 1,50 Euro“. Schließlich einigen sich die beiden doch auf zwei Euro, und die CD mit den Songs zum Film Pulp Ficton hat einen neuen Besitzer. Dabei seien Schallplatten bei Flohmärkten grundsätzlich mehr gefragt, sagt der Musikliebhaber.

Gespräche dieser Art gibt es heute zuhauf auf dem Antik- und Flohmarkt vor der Klosterkirche. Denn 160 Standbetreiber bieten an diesem Sonntag ihre alten und gebrauchten Waren an. Und bei dem warmen Sommerwetter lassen sich die Interessenten nicht lumpen. „Mehr als 10 000 Personen werden den Flohmarkt bis abends besucht haben“, sagt Gerd Vockensperger, der den Markt für den Musikkreis Springiersbach organisiert. Die Einnahmen sind für den Verein wichtig, um die rund 20 Konzerte zu finanzieren, die er in den Räumen der Klosterkirche veranstaltet. „Um 7.30 Uhr haben die Pendelbusse die ersten Leute vom Parkplatz hergefahren“, sagt Vockensperger. Vorzugsweise bieten die Händler an den Ständen den „Krimskrams“ an, der üblicherweise auf Flohmärkten zu finden sei, sagt er. In diesem Jahr seien besonders viele Anbieter von Kleinmöbeln vertreten. Mittendrin ist Pater Elias vom Kloster Springiersbach, der verschiedene Waren von Büchern und Schallplatten bis hin zu Porzellan und Bildern anbietet. Der Erlös geht an eine Mission in Kamerun. Spezialisiert hat sich Marcel Rupp aus dem Saarland, der eine Vielzahl an diversen Münzen und Postkarten anbietet. „Der Markt hat eine tolle Atmosphäre und Ambiente“, sagt Rupp, der auf dem Markt seit rund 20 Jahren als Anbieter vertreten ist. „Es sind viele Kunden hier, die sich für die Geschichte der Region begeistern können und Interesse an den ausgestellten Sachen haben“, sagt er. Eine Ausstellerin ganz anderer Art ist die neun Jahre alte Emily aus Bengel, die mit Unterstützung der ganzen Familie erfolgreich Spielsachen verkauft, von Spongebob-Figuren bis hin zu Puppenhäusern und Kinderbüchern. „Das wird mein Taschengeld für den Urlaub in Holland“, sagt sie. Stefan Conti aus Bernkastel-Kues ist mit seinem Verkauf von CDs und Schallplatte nicht zufrieden. „Es ist etwas weniger als sonst“, sagt er. Im Gegensatz zu Sylvia Thömmes aus Gonzerath. „Es ist besser als letztes Jahr“, sagt sie. Um fünf Uhr hat sie begonnen, ihren Stand mit Haushaltswaren sowie Glas und Porzellan aufzubauen, um 5.30 Uhr seien bereits die ersten Kunden gekommen, vorzugsweise andere Standbetreiber, und um 7 Uhr habe sie ihr Standgeld bereits in der Kasse gehabt. Und auch die Kunden sind offensichtlich zufrieden. Jedenfalls verlassen viele Besucher mit Tüten und Kisten das Gelände vor dem Kloster. Susanne Hector aus Bernkastel-Kues hat ein Buch ergattert. Was gefällt ihr an dem Flohmarkt? „Das Ambiente hier ist wunderschön“, sagt sie. Zudem sei der Markt gut organisiert, sagt sie, und zeigt auf die Pendelbusse.

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