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Positive Zahlen bei der Raiffeisenbank-Vertreterversammlung in Kröv

Positive Zahlen bei der Raiffeisenbank-Vertreterversammlung in Kröv

Die Anforderungen würden immer höher, war bei der Vertreterversammlung der VVR zu hören. Doch es gab auch gute Nachrichten.

Erfreuliche Ergebnisse und Wachstum auf vielen Ebenen trotz schwieriger Rahmenbedingungen: So lassen sich die Ausführungen der Vorstandsmitglieder Michael Hoeck und Dr. Michael Wilkes der Vereinigten Volksbank Raiffeisenbank (VVR) bei der Vertreterversammlung des Geldinstituts in der Kröver Weinbrunnenhalle zusammenfassen.

Auf der einen Seite befindet sich die Bank im Wachstum: Die Mitgliederzahlen sind seit 2008 um mehr als 40 Prozent gestiegen. Im Bundesdurchschnitt hat dieser Wert bei 13,6 Prozent gelegen. Zudem ist die Bilanzsumme um etwa zehn Prozent höher als vor zwei Jahren. Die Kundeneinlagen sind zudem seit 2014 um 7,7 Prozent, das betreute Kundenvermögen um zehn und das Kreditgeschäft um rund 7,5 Prozent gestiegen.

Und auch ein leichter Rückgang der Provisions- und Zinsüberschüsse gegenüber 2015 ist für die Vorstände kein Grund zur Beunruhigung. Denn das sei ein Ausnahmejahr mit besonders hohen Umsätzen gewesen, sagt Wilkes. "Wir bewegen uns immer noch auf hohem Niveau", sagt er bei der Vorstellung der Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr. Mit dem Jahresergebnis 2016 sei er zufrieden. Für das aktuelle Jahr rechnet Wilkes aufgrund der niedrigen Zinssätze und einem Rückgang der Zinsspanne bei moderatem Wachstum und einem leichten Anstieg der Verwaltungsaufwendungen mit einem "rückläufigen, aber nach wie vor auskömmlichen Ergebnis".
Es werde zunehmend schwieriger, ein ordentliches Ergebnis zu erzielen, sagt Aufsichtsratsvorsitzender Gottfried Fischer. In den künftigen Jahren werde es "etwas dünner werden", sagt er.

Vorstandssprecher Hoeck bezeichnet die derzeitige Situation als "Spagat, in dem wir uns befinden." Einerseits solle die VVR-Bank Bankgeschäfte betreiben wie bisher, "kompetent und komplex". Auf der anderen Seite müsse das Institut mit der Zeit gehen und auch digital sein, sagt er. Doch auch dabei sei die VVR-Bank "besser als viele andere", sagt er. Zudem biete die persönliche Nähe, auf die die Sprecher immer wieder hinweisen, auch Vorteile.
Denn Individualität könnten die Direktbanken nicht, sagt Hoeck. Das ist "unser großes Plus." In seiner Rede spart der Vorstandssprecher nicht mit Seitenhieben auf die große Politik. Die VVR-Bank habe 2016 immerhin 2,6 Millionen Euro Steuern gezahlt, Google hingegen lediglich vier Millionen. "Irgendwas stimmt mit dem Steuersystem nicht", sagt er. Negativzinsen, die einige Banken bereits an ihre Kunden weitergeben, erteilt Hoeck eine Absage. "Wir sehen es als ureigensten Auftrag, Sie davon abzuschirmen."

Dem Vorschlag, aus dem Bilanzgewinn von 1,87 Millionen 369 000 Euro als Dividende in Höhe von 5,5 Prozent an die Mitglieder der Bank auszuzahlen, stimmen die Vertreter in der Weinbrunnenhalle einstimmig zu. Der Rest des Gewinns fließt über Rücklagen in das Eigenkapital der Bank, das damit einen Stand von 84,5 Millionen Euro erreicht. Die Amtszeit der Aufsichtsratsmitglieder Gottfried Fischer, Hans-Peter Scholtes und Dr. Peter Josef Zenzen ist turnusmäßig abgelaufen. Alle drei sind von der Versammlung für die kommenden drei Jahre einstimmig wiedergewählt worden.

Die Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank ist tätig in der Stadt Wittlich, in den Verbandsgemeinden Wittlich-Land, Bernkastel-Kues, Traben-Trarbach, Cochem, Kaisersesch und in Strohn im Vulkaneifelkreis.