Post in die alte Heimat

Maike Sudau aus Stevensville, Bitterrootvalley, Montana, USA: Aus dem Hunsrück nach Montana ging es für Maike Sudau. Sie lebt in Bitterrootvalley.

"Hier wurde 1841 die erste permanente Siedlung in Montana von einem Jesuiten-Missionar, Pierre-Jean DeSmet, gegründet. Heute steht um die St.-Mary\'s-Mission das hübsche Städtchen Stevensville, das unsere neue Heimat ist." Seit September 2007 lebt sie dort. Die Hunsrückerin kam mit ihrem Mann und ihrem sechs Monate alten Sohn in die USA. "Mein Mann ist hier geboren und aufgewachsen."

In Montana hat sie sich inzwischen eingelebt. Es gibt jedoch Dinge, die sie vermisst. Das wären vor allem die Spezialitäten wie Spießbraten sowie die Käse- und Wurstvielfalt, aber auch die deutschen Heizungen und das selbstverständliche Recyclen des Mülls. "Die Freundlichkeit und die Liebe für ein gutes Stück Fleisch vom Holzgrill mit einem Stubbi dazu." Das zeichne eben besonders die alte Heimat aus. Maike Sudau hat zwar schon "einige Deutsche" hier getroffen. Aber leider keine Hunsrücker. Hunsrücker sieht und erlebt sie bei ihren Heimatbesuchen. Sie kommt regelmäßig nach Hause, "um Familie und Freunde zu besuchen, beim Essen zuzuschlagen und das Grün des Hunsrücks zu bewundern", sagt Sudau.

Außer im Frühling herrsche in Montana eher hellbeige vor. "Wir genießen die wunderbare Natur hier sehr", sagt sie. Wandern, Camping, in den Seen baden und im Winter Schneemobil fahren gehört zu den Hobbys der Familie. "Würde ich noch reiten, wäre das hier das Paradies. Kaum Zäune und Pferde überall.

Außerdem scheint die Sonne hier sehr viel mehr als in Deutschland und die Sommer werden richtig heiß, so dass das Baden im Gletscherwasser richtig Spaß macht", schwärmt Maike Sudau. Trotzdem. Irgendwann will sie wieder zurück: "Man kann den Hunsrücker aus dem Hunsrück rausbringen, aber niemals den Hunsrück aus dem Hunsrücker!" har

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