Prekäre Verkehrslage

Bis Mittwochmittag herrscht in einigen Kueser Straßen so etwas wie Ausnahmezustand. Eine Alternative zu der Umleitungsstrecke gebe es aber nicht, sagen Polizei und Ordnungsbehörde.

Bernkastel-Kues. Wie angekündigt, ist am Freitagmorgen die Cusanusstraße gesperrt worden. Die Sperrung ist nötig, damit der Kreisel an der Einmündung der Arndtstraße fertiggestellt werden kann. Die Zufahrt in Richtung Forum ist aber möglich.Bis Mittwochnachmittag wird nicht nur, wie in den vergangen Wochen, der Verkehr aus Richtung Wehlen umgeleitet, sondern auch in umgekehrter Richtung. Die Brüningstraße und die Goethestraße müssen dabei die Hauptlast tragen. "Uns ist bewusst, welche Gefahren, Behinderungen und Belästigungen mit einer solchen Umleitung verbunden sind, aber es gibt keine andere vergleichbar günstigere Variante. Bernkastel-Kues wird vom Schwerlastverkehr nicht als Durchgangsstraße genutzt. Fast alle Lastwagen wollen ins Industriegebiet nach Kues", erläutert Helmut Kaspar, Leiter der Polizeiinspektion Bernkastel-Kues. Wenn es sich um eine Baumaßnahme handele, die wesentlich länger als vier Werktage dauere, hätte man über eine weitere Umfahrung von Kues durch Busse und Lastwagen nachdenken können, sagt er mit Blick auf einzelne Meinungen aus der Bevölkerung, die gerne eine Umleitung auf der anderen Moselseite gesehen hätten. Die von der Ordnungsbehörde erlassene Anordnung trage die Polizei in vollem Umfang mit. Die Cusanusstraße werde im 24-Stunden-Takt laut einer Verkehrszählung von circa 11 800 Fahrzeugen genutzt. Drei Prozent davon seien Schwerlastverkehr, weitere drei Prozent Güterverkehr. Die Belastung sei derzeit etwas geringer, weil ortskundige Fahrer die Sperrung zum Teil weiträumig umfahren. Die Verkehrslage sei dennoch prekär. Deshalb arbeite die Baufirma auch am Samstag. Die Polizei betreibe eine verstärkte Verkehrsüberwachung. Die Überwachungskräfte der Verbandsgemeinde hätten den ruhenden Verkehr auf dieser Strecke im Visier. Kaspar: "Es wird also alles getan, um diese nicht günstige Verkehrsführung möglichst schnell und gefahrlos zu beenden." Ersten Beobachtungen zufolge kommt es gelegentlich, speziell an der Einmündung Martertal/Brüningstraße, zu Behinderungen, weil einbiegende Lastwagen aus dem Martertal weit ausholen müssen. "Wir hoffen, dass die wenigen Tage dieser nicht glücklichen Umleitung ohne Unfälle vorübergehen", sagt Kaspar.

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