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Pressta-Eisele zeigt weltweit Profil

Pressta-Eisele zeigt weltweit Profil

BULLAY. Ob die Doppelrollos an der Heckscheibe des BMW 7er, ob Audi A 4 oder der noch kommende neue Golf - ohne das Knowhow und die Technik aus Bullay würden sie nicht so gut rollen.

Auch der Automobilbau setzt zunehmend auf Leichtbauweise, sprich Aluminium. Das will bearbeitet sein. Einer der führenden Anbieter in dieser Branche ist die Firma Pressta-Eisele in Bullay, die Maschinen und Lösungen für die Aluminium be- und verarbeitenden Bereiche anbietet. Und das nicht nur für den nationalen Markt.Erstmals stellte sie sich vor wenigen Tagen im Rahmen einer Hausmesse auf dem Zeller Barl vor. Dort nämlich befindet sich ihr Lager- und Schulungszentrum. Ausgesuchten Kunden aus Handwerk und Industrie wurden hier spezielle technische Lösungen, das heißt neueste Maschinen, sowie die integrierte Steuerungssoftware, demonstriert. Maschinen also, die am Produktionsort Bullay entworfen und gefertigt wurden und denen eines gemein ist: Aluminium - ob für Fenster, Fassade oder Flugzeug - kann damit auf höchstem technischen Niveau gesägt oder gefräst, gebohrt oder gestanzt und auch verbunden werden.Export nach China und Russland boomt

Früher wurde Aluminium in erster Linie für die Bearbeitung von Fenster-, Tür- oder Fassadenprofilen verwendet. In jüngerer Zeit interessieren sich auch andere Industriezweige, vor allem Autohersteller und Flugzeugbau, dafür - ob wie Audi, die bei manchen Modellen ganze Karosserien aus Aluminium fertigen oder andere, die das Material nur punktuell einsetzen. Die Zulieferindustrie jedenfalls braucht Maschinen, die diesen leichteren Werkstoff millimetergenau bearbeiten können.In Bullay wird sie fündig. Oder im baden-württembergischen Aichelberg, wo Pressta-Eisele eine Niederlassung betreibt. Nicht die einzige, wie Geschäftsführer Heinz Theo Hunke und Vertriebsleiter Wolfgang Bittner betonen. Der Export macht angesichts der anhaltenden Wirtschaftsflaute auf dem heimischen Markt inzwischen rund 60 Prozent des Umsatzes aus.Die Bullayer stellten frühzeitig die Weichen mit Vertriebstöchtern in Polen, Tschechien, der Slowakei und der Ukraine. Von Singapur aus werden die Geschäfte auf dem asiatischen Markt gesteuert, Niederlassungen mit Vertriebs- und Servicepersonal gibt es zudem in Indonesien und gleich drei in China: in Peking, Shanghai und Huan. Nicht von ungefähr, denn vor allem der chinesische - aber auch der russische - Markt boomt derzeit, so Wolfgang Bittner. Dem trug Pressta-Eisele auch durch die unlängst begonnene Kooperation mit der italienischen "Emmegigroup" Rechnung. Die Produktspektren beider Firmen ergänzen sich und ermöglichen ein noch umfassenderes Angebot. Weltweit beschäftigt das Bullayer Unternehmen rund 150 Arbeitnehmer, 80 davon am Stammsitz Bullay.