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Projekt Kaienburg kommt nicht voran

Projekt Kaienburg kommt nicht voran

Für das Gelände rund um die frühere Gaststätte Kaienburg im Herzen der Wittlicher Altstadt ist derzeit keine Nutzung in Sicht. Die Fläche gilt als wichtiger Bereich der innerstädtischen Entwicklung.

Wittlich. Ach ja, die Kaienburg. Wer Wittlicher von der früheren Gäststätte im Herzern der Innenstadt reden hört, der kann nur erahnen, dass in dem Gebäude in der Oberstraße so etwas wie das kulturelle Herz der Stadt geschlagen haben muss.

Doch seit einigen Jahren schlägt höchstens im Gebäude noch der Wind eine Tür zu. Allenfalls der Zahn der Zeit nagt am ungenutzten Bau. Und so wie es aussieht, wird das Nagen weitergehen.

Zur Zukunft des Kaienburg-Areals möchte sich Peter Krebs auf TV-Anfrage nicht äußern. Der Wittlicher ist Besitzer des Geländes, das zwischen Ober straße, Johannisgäßchen und Hochstraße liegt. Seit mehreren Jahren plant er eine Neuordnung der Fläche unweit der Neustraße.

Brachflächen sollen verschwinden



Die aktuelle Bebauung in diesem Teil der Altstadt ist derzeit geprägt von Hinterhöfen, Brachflächen und Schuppen. Bereits in den 90er Jahren hatte sich die Stadt Wittlich vergeblich bemüht, diesen städtebaulichen Missstand zu beheben.

Doch die Kommune war nach langwierigen Verhandlungen an den Vorstellungen einiger Grundstückseigentümer gescheietert. Von "fehlender Mitwirkungsbereitschaft" war damals die Rede.

Immer wieder wird die Kaienburg ins Spiel gebracht, wenn es um innerstädtische Entwicklung geht. Zuletzt hatte im Rahmen der TV-Jubiläumstour Innenstadt-Buchhändler Michael Scheid das Thema angesprochen. Er favorisierte eine gastronomische Nutzung oder die Schaffung von mehreren Fachgeschäften.

Pläne für Stadthalle gescheitert



Diese Idee kommt den Vorstellungen von Bürgermeister Joachim Rodenkirch sicher entgegen. Doch ging er auf Scheids Vision angesprochen davon aus, dass aus diesen Ideen nichts wird. Am aktuellen Zustand der Kaienburg und der rückliegenden Flächen werde sich wohl erst einmal nichts ändern.

Ebenfalls nichts geworden ist aus der Idee der CDU-Fraktion im Wittlicher Stadtrat. Sie hatte 2007 die Kaienburg als Standort einer Stadthalle ins Spiel gebracht.

CDU-Fraktionsvorsitzender Theodor Brock hatte damals formuliert: "Auch wenn eine Reihe von Planungsansätzen für die Stadthalle scheiterten, will die CDU am Ziel, der Bürgerschaft einen Saalbau, der der Bedeutung der Kreisstadt Wittlich entspricht, zur Verfügung zu stellen, festhalten."

Inzwischen ist der Plan für eine Stadthalle insoweit modifiziert, als dass die neue Mehrzweckhalle weit von der Kaienburg entfernt am Cusanus-Gymnasium die Aufgaben einer Stadthalle übernehmen soll.