Kritik von Staatsanwältin Betrug um mehr als 100.000 Euro? Warum der Prozess in Bernkastel-Kues länger dauert als geplant

Bernkastel-Kues · Beim Prozess gegen eine Frau, die vom Konto eines Bekannten 100.000 Euro für sich abgezweigt haben soll, muss sich jetzt auch die Bank äußern. Denn es gibt viele offene Fragen zum Thema Bankgeschäfte und Barabhebungen. Was in der Verhandlung passiert ist.

 Eine Frau soll einen Mann um 100.000 Euro betrogen haben. Sie schweigt zu den Vorwürfen. Das Amtsgericht Bernkastel-Kues hat einen dritten Verhandlungstag angesetzt.

Eine Frau soll einen Mann um 100.000 Euro betrogen haben. Sie schweigt zu den Vorwürfen. Das Amtsgericht Bernkastel-Kues hat einen dritten Verhandlungstag angesetzt.

Foto: dpa/Britta Pedersen

Zwei Stunden sollte der Prozess gegen eine Frau nur dauern, die angeklagt ist, einen Bekannten um rund 100.000 Euro betrogen zu haben. Mittlerweile hat das Schöffengericht in Bernkastel-Kues aber schon den dritten Verhandlungstag anberaumt. Am zweiten Tag konnte nicht eindeutig geklärt werden, wie es möglich war, dass vom Konto des Geschädigten innerhalb kurzer Zeit an vier Tagen jeweils 9800 Euro und an einem weiteren Tag 5200 abgehoben wurden – nicht am Schalter, sondern am Geldautomaten einer Bank, die zu der Zeit noch eine Geschäftsstelle in Wittlich hatte.