„Die Angeklagte hat sich in eine Scheinrealität verstiegen“ Prozess am Amtsgericht Bernkastel-Kues: Frühere Kinderärztin aus Hermeskeil muss in Haft

Bernkastel-Kues · Staatsanwalt und Schöffengericht sind sich sicher: Eine in der Region als Querdenkerin bekannte Frau hat sich unter anderem der Verleumdung, Beleidigung und Volksverhetzung schuldig gemacht. Sie weist alle Anschuldigungen zurück.

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Im Prozess am Amtsgericht Bernkastel-Kues gegen eine ehemalige Kinderärztin aus Hermeskeil haben die Richter ein Urteil gefällt. Die Angeklagte muss wegen Verleumdung, Beleidigung und Volksverhetzung in Haft. (Symbolfoto)

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Im Prozess am Amtsgericht Bernkastel-Kues gegen eine ehemalige Kinderärztin aus Hermeskeil haben die Richter ein Urteil gefällt. Die Angeklagte muss wegen Verleumdung, Beleidigung und Volksverhetzung in Haft. (Symbolfoto)

Foto: picture alliance / David-Wolfgang/David-Wolfgang Ebener

Die 63 Jahre alte Angeklagte wird mit Handfesseln in den Sitzungssaal im Bernkastel-Kueser Amtsgericht geführt und verlässt ihn genauso. Nach acht Verhandlungstagen verurteilt das Schöffengericht Bernkastel-Kues die frühere Kinderärztin, die zuletzt in Hermeskeil tätig war und jetzt in Traben-Trarbach wohnt, zu einer mehrjährigen Haftstrafe ohne Bewährung: unter anderem wegen Volksverhetzung, Verleumdung, Beleidigung und Verletzung der Vertraulichkeit. Alles das sei über zwei von ihr eingerichtete und betriebene Telegram-Kanäle an ihre Follower gelangt.