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Prozess: Rangelei auf der Brücke bleibt ohne Folgen

Prozess: Rangelei auf der Brücke bleibt ohne Folgen

Der Prozess um eine Schlägerei in der Neujahrsnacht auf einer Wittlicher Lieserbrücke ist ohne Urteil zu Ende gegangen.

Wittlich. In zwei Punkten sind sich die beiden Angeklagten und die zwei Zeugen während der Verhandlung im Amtsgericht einig. Alle vier hatten den Jahreswechsel 2010/2011 ausgiebig Alkohol getrunken. Auf der Brücke über die Lieser an der Trierer Landstraße gerieten die drei Männer und eine Frau aneinander. Das war es dann auch mit den Gemeinsamkeiten.
Aus Sicht der Staatsanwaltschaft Trier stellte sich der Fall so dar: Die beiden Angeklagten H. und B. greifen im alkoholisierten Zustand grundlos ein Pärchen an. H. stößt das männliche Opfer W. gegen ein Brückengeländer und hält es dort fest. Es kommt zur Rangelei. Als das weibliche Opfer L. versucht, B. davon abzuhalten, das männliche Opfer ebenfalls anzugreifen, stößt dieser sie, so dass sie zu Boden fällt. Als sie aufsteht, stößt der Angreifer sie erneut zu Boden und schlägt W. mit einer Glasflasche auf den Kopf. Dadurch erleidet der Mann eine Schnitt- und Platzwunde am Kopf, bei der Frau werden Prellungen und Hämatome festgestellt. Die Protagonisten hingegen verstricken, sich dermaßen in Widersprüche, dass es der Richterin schließlich reicht: Nach kurzer Besprechung mit dem Vertreter der Staatsanwaltschaft und dem Rechtsanwalt der Angeklagten verkündet sie, dass das Verfahren gegen die beiden Männer niedergeschlagen und damit beendet wird. Was sich am frühen Neujahrsmorgen wirklich auf der Lieserbrücke in der Trierer Landstraße ereignete, bleibt damit wohl für immer im Dunkeln. har